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Kolumne der Redaktion

19.11.2023

Volle Kinosäle, fesselnde Performances und viel Raum für Reflexion am PinkPanorama Filmfestival 2023

Das 22. PinkPanorama Filmfestival Luzern hat während vier Tagen (15. bis 18. November 2023) die Besucher:innen auf allen Ebenen begeistert. Der Dokumentarfilm über Queerness im Sport und das anschliessende Hintergrundgespräch schärften den Blick dafür, wie sehr die Ausgrenzung von trans Menschen mit dem jahrhundertealten Vorurteil verknüpft ist, Frauen seien zu schwach für Leistungs- und Spitzensport.


Am PinkPanorama Filmfestival waren auch Regisseur:innen und Schauspieler:innen präsent, hier Mariana Bártolo (links), deren Kurzfilm «Seagulls cut through the sky» an der Eröffnung gezeigt wurde. Auch die Hauptdarstellerin Constança Carvalho Homem (rechts) sass im Publikum.

Geglückter Start ins Filmfestival: Präsident Manuel Bamert begrüsste das zahlreiche Publikum im lückenlos besetzten stattkino.

Carlton Osonga begeisterte nicht nur auf der Bühne (links), ...

...sondern war auch im stattkino präsent.

Die OK-Mitglieder Joana Pinho (links) und Susanne Wolf im angeregten Gespräch.

DJ Stella Sanchez legte die besten Gay Classic Hits auf.

Drag King Tallboy zog das Publikum mit einer Drag-King-Show in den Bann.

Sportsoziolog:in Dr. Karolin Heckemeyer im Gespräch mit Julia Fuhr Mann, der Regisseurin des Dokumentarfilms «Life is not a competition, but I’m winning».

Das PinkPanorama Filmfestival Luzern ist seit über 20 Jahren ein wichtiger Treffpunkt für die queere Community in der Zentralschweiz.

Bilder: Sarah Kim Friedli

Das ehrenamtlich arbeitende Organisationskomitee des PinkPanorama Filmfestivals hat nach Monaten der Vorbereitung Grund zur Freude: Das stattkino Luzern war über vier Tage hinweg zu rund 75 Prozent ausgelastet. Nicht nur das Filmprogramm zog die Besucher:innen in den Bann; vor und nach den Vorführungen blieb Zeit für anregende Gespräche an der «PinkBar» und für fesselnde Performances, unter anderem von Shootingstar Carlton Osonga, der die Partynacht am Abschlussabend einleitete, gefolgt von einem elektrisierenden Auftritt der in der Szene hoch gehandelten Drag-DJ Stella Sanchez.

Die angebliche «Schwäche» weiblicher Körper

«Mehr Performance, mehr Party, mehr Politik»: Was die Organisator:innen im Vorfeld versprachen, hielten sie auch ein. Mit dem Dokumentarfilm «Life is not a competition, but I’m winning» figurierte eine Schweizer Premiere im Programm, die in die Lebenswelten von Sportler:innen eintauchte, welche jenseits der binären Geschlechterordnung trainieren. Wie finden sie den Weg in einer Welt, die sie unsichtbar macht und ausgrenzt? Das Werk der Regisseurin Julia Fuhr Mann blickt auch auf frühe Olympische Spiele zurück und auf Behauptungen zur angeblichen Schwäche weiblicher Körper; die Geschichte des Sports ist immer auch eine Geschichte wirkmächtiger Vorurteile. Der Film liess das Publikum hoffnungsvoll zurück – nicht nur die Bausubstanz des Olympiastadions Berlin bröckelt, sondern auch die als natürlich propagierte starre Geschlechterordnung.

Mehr als blosse Unterhaltung

PinkPanorama, das bedeutet nie allein Unterhaltung und Party, sondern auch Reflexion: Die Sportsoziolog:in Dr. Karolin Heckemeyer führte im Anschluss an den Film ein Gespräch mit der virtuell zugeschalteten Regisseurin Julia Fuhr Mann. Ihr Werk schöpft Kraft aus dem queer-feministischen Potenzial, die Unsichtbarkeit von trans Personen im Sport zu durchbrechen, statt deren Leid und Schmerz dramaturgisch zu instrumentalisieren. «Das bestärkt auch uns Organisator:innen des PinkPanorama Filmfestivals darin, mit filmischen und künstlerischen Mitteln für die Sichtbarkeit der Lebenswelten von queeren Menschen einzustehen», sagt der Festivalpräsident Manuel Bamert.

Stellvertretend hierfür stand der Film «Trois nuits par semaine», der ebenfalls am Abschlusstag auf dem Programm stand und einen berührenden und intimen Einblick in die Drag-Kultur gewährt.

(Dies ist eine Medienmitteilung des 22. PinkPanorama Filmfestivals Luzern)

 

 

 


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch.


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1. Dezember 2021: Hanns Fuchs schreibt über Herbert Fischer:
http://www.luzern60plus.ch/aktuell/artikel/ein-strurbock-im-medienzirkus

Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:
www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/