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Kolumne der Redaktion

01.05.2023

Der Gletschergarten ist Teil der Stadt und ihrer Identität geworden

Am heutigen Festanlass zum 150. Geburtstag des Gletschergartens sprach neben anderen Stadtpräsident Beat Züsli (SP). Hier ist seine Rede im Wortlaut zu leseen.


Stadtpräsident Beat Züsli sagte unter anderem: «Letztes Jahr besuchten über 130 000 Menschen – eine stattliche Zahl – den Gletschergarten, zwei Drittel davon aus der Schweiz. Damit gehört der Gletschergarten zu den meistfrequentierten Museen der Schweiz. Und darauf dürfen wir stolz sein.»

Geschätzter Herr Nationalratspräsident Martin Candinas,
liebe Corinne Fischer, lieber Andreas Burri, liebe Unterstützerinnen und Freunde des Gletschergartens.

Wir sind hier versammelt, um das Jubiläum «150 Jahre Gletschergarten» zu feiern. Ich freue mich, Ihnen im Namen des Stadtrates von Luzern persönlich dazu zu gratulieren.

Wie selten bei einem Jubiläum zeigt sich hier, wie relativ die Anzahl Jahre ist. 150 Jahre ist gemessen an einem Menschenalter ein lange Zeit, jedoch gemessen an der Geschichte, die hier erzählt wird (rund 20 Mio. Jahr), ist es eine sehr, sehr kurze Zeit.

Der Gletschergarten ist ein Naturdenkmal, er ist ein Naturmuseum, und das mitten in der Stadt. Er ist auch eine Naturoase, und zusammen mit dem kleinen Park rund um das Löwendenkmal (2021 feierten wir das 200 Jahr Jubiläum) bildet er eine Einheit, einen Ort, der auch zum Verweilen einlädt. Das nicht nur für Touristinnen und Touristen, sondern auch für uns Einheimische.

Vor 150 Jahren per Zufall entdeckt, leistete der damalige Besitzer touristische Pionierarbeit, indem er rund um den exotischen Fund (zum Beispiel Fossilien von Haifischzähnen) damit anfing, ein Museum zu bauen. Dieses ist stetig gewachsen, und mit der «Felsenwelt» konnte vor zwei Jahren ein weiterer Teil zur Erdgeschichte eröffnet werden, welcher das Publikum anzieht.

Letztes Jahr besuchten über 130 000 Menschen – eine stattliche Zahl – den Gletschergarten, zwei Drittel davon aus der Schweiz. Damit gehört der Gletschergarten zu den meistfrequentierten Museen der Schweiz. Und darauf dürfen wir stolz sein. Sie (die Museumsverantwortlichen) dürfen darauf stolz sein – denn es ist der Verdienst der Museumsstiftung, der Betriebsleitung und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass dieser Ort so attraktiv ist. Es war ein mutiger Schritt, der mit dem Projekt Felsenwelt gemacht wurde.

Der Gletschergarten, der dank der Weitsicht der Pionier-Familie Amrein-Troller entstehen konnte, hat während des 150-jährigen Bestehens die Stadt und das Luzerner Selbstverständnis mitgeprägt. Er ist Teil der Stadt Luzern und deren Identität geworden.

Es gibt wohl kaum ein Schulkind in Stadt und Region Luzern, das nicht den Gletschergarten einmal besucht hat und hoffentlich Erinnerungen an die hier erzählte Erdgeschichte mitnimmt oder zumindest Erinnerungen an den Besuch des Spiegellabyrinths.

Das Museum organisiert mehrere Anlässe, um den runden Geburtstag zu feiern. Beispielsweise finden in den kommenden Wochen «schräge Führungen» mit Komikern statt, auch eine Jubiläumsausstellung und eine Eventreihe «Gletschergarten by night» mit Lichtinstallationen sind geplant. Dies als Reminiszenz an den Gletschergartengründer Wilhelm Amrein-Troller, der als erster in der Stadt mit Elektrizität experimentierte und das Löwendenkmal und den Gletschergarten publikumswirksam ins Licht setzte.

Erst vor zehn Tagen durfte das Luzerner Jugendkulturhaus Treibhaus den Gletschergarten bespielen, mit einer Carte Blanche. Mit satten Beats und Lichteffekten wurde der Gletschergarten zu einem Raum für innovative und alternative Kunst. Auch das ist ein mutiger Schritt, um neue Zielgruppen anzusprechen.

Das sind alles Beispiele, wie man einerseits das Jubiläum feierlich begehen kann, es zeigt aber auch auf, wie ein Museum sich für die Zukunft attraktiv machen kann. Ein Museum zeigt Geschichte, das ist sein ureigener Auftrag. Aber das darf attraktiv sein, und dafür ist der Gletschergarten ein herausragendes Beispiel.

Ich danke allen Beteiligten für ihre Arbeit, für ihr sehr grosses Engagement.

Beat Züsli, Stadtpräsident von Luzern


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch.


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1. Dezember 2021: Hanns Fuchs schreibt über Herbert Fischer:
http://www.luzern60plus.ch/aktuell/artikel/ein-strurbock-im-medienzirkus

Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:
www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/