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Kolumne der Redaktion

28.12.2022

«Ja, aber»: Das sagt die SP zum Siegerprojekt des Neuen Theaters Luzern

Die SP Stadt Luzern nimmt das Resultat des Wettbewerbs zum Neuen Luzerner Theater positiv zur Kenntnis. Nun gelte es, «das Projekt weiterzuentwickeln». So lasse sich «der Anspruch einlösen, ein Theater für alle zu sein». Dies heisst es in einer Medienmitteilung der Partei.


Wörtlich schreibt die SP:

Mit dem Projekt «überall» hat die Fachjury einen gewagten Entwurf gewürdigt. Dieser überzeugt bei detaillierter Betrachtung durch eine geschickte Anordnung der Innenräume und er trägt dem bauhistorischen Kontext Rechnung. Dank zwei neuen Sälen kann sich zeitgenössisches Theaterschaffen in Luzern weiterentwickeln. Das betrifft nicht nur Musiktheater, sondern genauso Sprechtheater und Tanz.

Mit dem anspruchsvollen Raumprogramm zeigt der Entwurf aber auch die Grenzen des Machbaren auf. Aus Sicht der SP Stadt Luzern ist der im Dachgeschoss vorgesehene Restaurationsbetrieb in diesem Umfang nicht angezeigt.

Stimmiger erscheint ein kleinerer und besser zugänglicher Bistrobetrieb. Damit lässt sich die Zugänglichkeit und Offenheit des Hauses stärken. Denn dieser Anspruch, ein Theater für alle zu sein, ist in der Weiterbearbeitung des Siegerprojekts zentral. Das neue Theater soll alle Menschen einladen und seine Offenheit baulich noch klarer ausdrücken.

Eine Hauptrolle spielt hier die Aufenthaltsqualität im Aussenraum, insbesondere die Allee an der Bahnhofstrasse. Als Wochenmarkt, Flaniermeile und nationale Velostrasse ist die Nutzung dieser Pulsader des städtischen Lebens dicht. Wie der Neubau diesen Puls aufnehmen und als öffentliches Haus widerspiegeln will, ist im Siegerprojekt noch nicht ersichtlich.

Die ersten öffentlichen Reaktionen auf das neue Theater fielen gemischt aus. Diese Reaktionen beziehen sich ausschliesslich auf die Fassade und die Ausprägung des Siegerprojekts, nicht aber auf die Funktion des Theaters oder die Innenräume. Hier ist die Projektierungsgesellschaft gefordert, den nun bevorstehenden Prozess der Weiterbearbeitung transparent zu gestalten und die Bevölkerung miteinzubeziehen. Einen Anfang leistet die Ausstellung zu den Projekten aus der zweiten Wettbewerbsrunde in der Kornschütte.

Ein klares Plus zum aktuellen Zustand ist der zweite Saal, der neu entsteht und rund 350 Personen Platz bietet. Dieser zweite Saal muss sein Versprechen einlösen und als Sprungbrett für die freie Theaterszene dienen sowie weitere kulturelle Nutzungen ermöglichen.

Ausdrücken wird sich dies im finalen Betriebskonzept des Luzerner Theaters. Ein ähnliches Versprechen wurde in der Diskussion zum KKL in den 90er-Jahren mit dem Bau des Luzerner Saals abgegeben – eingelöst wurde es nie.

Als nächster Schritt legt der Stadtrat dem Grossen Stadtrat im ersten Halbjahr 2023 einen Bericht und Antrag über den Wettbewerb und das Ergebnis vor, um einen Kredit für die weitere Projektbearbeitung einzuholen. Die SP Stadt Luzern sieht im Siegerprojekt «überall» eine geeignete Grundlage, um die noch zu leistenden Anpassungen zu erfüllen.

(Dies ist eine Medienmitteilung der SP Stadt Luzern)

Siehe auch unter «Dateien».


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/