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Kolumne der Redaktion

12.07.2022

Alpen-Initiative gegen Lockerung des Nachtfahrverbots

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) prüft, ob mit einer Aufweichung des Nachtfahrverbots Staus auf dem Nationalstrassennetz reduziert werden können. Eine Verkürzung oder Verschiebung des Nachtfahrverbots gefährdet die erfolgreiche Verlagerungspolitik und die Gesundheit der Bevölkerung. Die Alpen-Initiative ist empört über das Vorgehen des ASTRA und lehnt jegliche Minderung des Nachtfahrverbots dezidiert ab.


Heute Dienstag (12. Juli) wurde in den Medien über mögliche Massnahmen berichtet, welche das Bundesamt für Strassen (ASTRA) prüft, um positiv auf den Verkehrsfluss einzuwirken. Neben begrüssenswerten Massnahmen wie gezielten, temporäre Temposenkungen auf Tempo 60 auf Autobahnen und dem Linksfahrverbot für Lastwagen wurden auch eine Verkürzung und eine zeitliche Verschiebung des Nachtfahrverbots für Lastwagen ins Spiel gebracht.

Das Nachtfahrverbot für den Lastwagenverkehr gilt in der Schweiz von 22:00 bis 05:00 Uhr und ist somit fundamentaler Bestandteil der Schweizer Verlagerungspolitik. Es gelten einzig Ausnahmen für Transporte, die zwingend während dieser Zeit durchgeführt werden müssen (beispielsweise Post und Frischprodukte).

Dazu Django Betschart, Geschäftsleiter der Alpen-Initiative: «Die Alpen-Initiative ist empört über diesen Vorschlag des ASTRA. Das Nachtfahrverbot ist enorm wichtig:

. Verkehrslärm gehört zu den stärksten Umweltbelastungen. Besonders betroffen sind die Anwohnerinnen und Anwohner der alpenquerenden Güterverkehrswege. Die Nächte müssen lärmreduziert bleiben.

Laut WHO (der Weltgesundheits-Organisation) wirken sich Lärmbelastungen in der Nacht bereits ab 40 und am Tag ab 45 Dezibel negativ auf die Gesundheit aus. Ein einzelner Lastwagen verursacht bei gleicher Geschwindigkeit gleich viel Lärm wie zehn Personenwagen.
 
Das Nachtfahrverbot nützt der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene, da der Schienengüterverkehr nur konkurrenzfähig bleibt, wenn die Lastwagen in der Nacht nicht fahren dürfen.

Es ist im fundamentalen Interesse der lärmgeplagten Schweizer Bevölkerung, der erfolgreichen Schweizer Verlagerungspolitik und im Interesse einer nachhaltigen Verkehrs- und Klimapolitik, dass das Nachtfahrverbot nicht ausgehöhlt wird.»

(Dies ist eine Medienmitteilung der Alpen-Initiative)


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/