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Kolumne der Redaktion

12.01.2022

Luzerner Komitee will das Mediengesetz, um regionale Medienvielfalt zu erhalten

Das Komitee Luzerner Medienvielfalt hat heute vor den Medien die Wichtigkeit des Medienpakets, über das am 13. Februar abgestimmt wird, für den Kanton Luzern unterstrichen. «Ohne diese lokalen und regionalen Medien sind die demokratischen Prozesse in den Gemeinden und Kantonen gefährdet», sagt Edi Lindegger, Geschäftsführer des «Willisauer Boten» und des «Seetaler Boten».


Mit solch brandschwarzen Lügen hetzen rechtsbürgerliche Kreise, vor allem aus der FDP, gegen das Mediengesetz: Es geht in Tat und Wahrheit nicht um Milliarden, sondern um 157 Millionen.

Bildkommentar und Bild: Herbert Fischer

Regionalzeitungen böten eine Plattform und eine Stimme für das Gewerbe, die lokale Politik, für Vereine, Kultur und Sport, sagte Edi Lindegger (Willisau) an der Pressekonferenz im Hotel Waldstätterhof.

Dass die Vielfalt des Medienangebots bereits abgenommen hat, unterstrich Sonja Döbeli Stirnemann (Luzern), Vize-Direktorin Medienausbildungszentrum (MAZ): «Wir sehen dies in Luzern: früher drei unabhängige Zeitungen – heute ein Kopfblatt.» Döbeli Stirnemann verwies auch auf die Wichtigkeit des Medienpakets für den Nachwuchs: Mit dem neuen Mediengesetz würden auch Gelder für Aus- und Weiterbildung von Journalistinnen und Journalisten gesprochen: «Die Jungen, der Nachwuchs ist das Fundament, auf dem die publizistische Qualität in Zukunft steht», sagte Döbeli Stirnemann.

SP-Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo (Rothenburg) sagte: «Medien sind für unsere Demokratie systemrelevant, wir dürfen sie nicht dem privaten Kapital, reichen Financiers und Hedgefonds überlassen und müssen auch einen Ausgleich zum wachsenden Einfluss der Tech-Giganten schaffen.» Der Einbezug der Onlinemedien in die Medienförderung stärke, so Birrer-Heimo, besonders auch innovative Online-Portale, die «hochstehenden Journalismus» machten.

Roland Fischer, Nationalrat GLP (Udligenswil), macht der zunehmende Abfluss der Gelder an grosse Tech-Konzerne wie Google oder Facebook Sorgen: «Es herrscht heute ein Marktversagen in der Medienlandschaft.» Gerade regionale Medien, die eine begrenzte Leserschaft ansprechen, seien besonders stark betroffen. Fischer sieht die Vorlage als grosse Chance: «Das Medienpaket ist eine Kombination von bewährten und neuen Förderinstrumenten, die vor allem den regionalen Medien zugutekommen.»

Andrea Gmür, Ständerätin Die Mitte (Luzern), verwies heute Mittwoch vor den Medien auf die viel gehörte Behauptung der Gegner des Medienpakets: «Es ist falsch zu sagen, die grossen Medienhäuser kriegten mehr Mittel. Die Zuteilung erfolgt degressiv, die kleinen Verlage und Zeitungen erhalten dementsprechend proportional bedeutend mehr als die grossen. So gibt es auch künftig keine Medien-Einfalt. Wir alle können so weiterhin von der Medien-Vielfalt profitieren, in der Stadt und auf dem Land.»

Michael Töngi, Nationalrat Grüne (Kriens), verwies auf die begrenzte Frist des Pakets: «Das Parlament hat damit alle Herausgeber*innen von Medien dazu verpflichtet, das gemeinsame Boot nicht zu verlassen und gemeinsam die weitere Zukunft zu planen.» 

(Dies ist eine Medienmitteilung des Komitees Luzerner Medienvielfalt)


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/