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Kolumne der Redaktion

21.05.2021

Fest zum 150-Jahre-Jubiläum der Rigi Bahnen gestartet: Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga würdigt Rigi-Pioniere

Heute vor 150 Jahren, am 21. Mai 1871, erklomm die erste Bergbahn Europas die Rigi. Mit einem klangvollen und hochrangig besuchten Auftakt-Event läuteten die Rigi Bahnen heute Freitag (21. Mai) das bevorstehende Jubiläumswochenende ein. Im Fokus stand die Erstfahrt der frisch restaurierten «Lok 7» – der 148-jährigen, weltweit einzigen fahrbaren Zahnraddampflok mit stehendem Kessel.


Das garstige Wetter heute kontrastierte mit dem Ruhm und der Ehre, welche die «Königin der Berge» ansonsten weltweit geniesst. Wohl deswegen kamen kaum ZuschauerInnen zum Start des Jubiläumsfestes nach Vitznau; dies, obschon die Fans dieses Berges zahllos sind.

Die Verkehrsministerin hielt eine launige Rede und erinnerte sich an ihre ersten Rigibesuche, allerdings von Arth Goldau aus und dies in einer Zeit, als die beiden Rigi Bahnen noch nicht vereint waren.

Man muss kein genauer Kenner...

... historischer Eisenbahnen sein, ...

... um sich an ihnen zu erfreuen.

Und gar zu erbauen. Denn angesichts...

... solcher Details will es scheinen, sie seien nicht allein von klugen Köpfen, sondern auch von erfahrenen Designern erschaffen worden.

PolitikerInnen sind es sich gewohnt, mitunter Gegenwind zu spüren oder im Regen zu stehen. Und es kann durchaus vorkommen, dass ihnen Dampf gemacht wird.

Ein historischer Moment: «Lok 7» vor ihrer Wiederinbetriebnahme für das Jubiläumsjahr 2021. Der Verwaltungsratspräsident der Rigi Bahnen AG, Karl Bucher (links), und SBB-CEO Vincent Ducrot posieren zu diesem denkwürdigen Anlass zwecks Erinnerungs-Foto für die Geschichte der jubilierenden Zahnrad-Dampf-Bergbahn.

Bilder: Herbert Fischer

Ebenfalls ein Bild für die Firmengeschichte. Die 148-jährige «Lok 7» schiebt die Gäste den Berg empor, als gäbe es so etwas wie ein Alter für Dampfloks gar nicht. Leider aber waren ihnen der Anblick des atemberaubenden Alpenpanoramas und die weite Sicht ins Mittelland und auf seine Seen heute nicht vergönnt.

Bild: Katharina Bertaggia / Rigi Bahnen AG

Alphornklänge, Fahnenschwinger, vier Schwingerkönige und hoher Besuch aus Bundesbern: so zelebrierten die Rigi Bahnen den Start ins 150-Jahr-Jubiläumswochenende.

Höhepunkt des Tages: Die Fahrt mit der historischen «Lok 7» inklusive mehrerer Wagen und Begleitfahrzeug auf der Originalstrecke von Vitznau nach Rigi Staffelhöhe.

Kräftig dampfend, pfeifend und ratternd versetzte die Lokomotive die anwesenden Gäste in Staunen und erinnerte an einen historischen Moment der Schweizer Bergbahn- und Tourismusgeschichte.

«Die Lok 7 spannt den grossen Bogen der Anfangszeit unserer Unternehmung bis zum heutigen Tag», sagte Karl Bucher, Verwaltungsratspräsident der Rigi Bahnen AG: «Wir sind stolz darauf, Menschen in der Firma zu haben, die über das technische Wissen und die Leidenschaft verfügen, dieses technische Monument der damaligen Zeit zu verstehen, zu pflegen und zu fahren.» Gleichzeitig sei das Team auf dem neuesten Stand der Technik und werde ab September das bereits angekündigte neue Rollmaterial für die Rigi Bahnen auf die Schiene bringen.

«Die Tradition zu bewahren ist die eine Seite, die Unternehmung fit in die Zukunft zu führen, die andere. Hier das richtige Augenmass zu finden, ist unser Anspruch und unsere Verpflichtung», so Bucher.

Auch SBB-CEO Vincent Ducrot würdigte am Anlass die Bedeutung der Unternehmung: «Die Rigi Bahnen verkörpern die Geschichte des Schweizer Schienenverkehrs. Sie sind ein Erbe, auf das unser Land stolz sein kann, denn sie haben sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt und zeigen das Schweizer Know-how der letzten 150 Jahre. Sie sind Teil der Werte, für die unser Land bei der Förderung eines nachhaltigen, sicheren, effizienten und dichten öffentlichen Verkehrssystems steht. Seit 150 Jahren ist auch die Rigi eines der wichtigsten Symbole für das Tourismus- und Bahnland Schweiz. Die SBB freut sich auch dieses Jahr wieder, Touristen und Ausflügler an den Fuss dieses Berges zu bringen und sie auf unseren Linien für ihre Freizeit zu befördern.»

Bundesrätin Simonetta Sommaruga erinnerte in ihrer Rede an den Pioniergeist und die Weitsicht der Schweiz. «Wenn wir die Bahnen und ihre Infrastruktur anschauen, die wir in unserem Land haben, sieht man bis heute, was unser Land prägt: Menschen mit Köpfchen, Menschen mit Ideen, Menschen, die unser Land weiterbringen wollen, technisches Know-how, ein gutes Handwerk und eine Berufsbildung, auf die wir stolz sein können.»

Auch der Gemeindepräsident von Vitznau, Herbert Imbach, lobte die Leistungen der Rigibahn-Erbauer rund um den Erfinder und Schweizer Ingenieur Niklaus Riggenbach, der am 21. Mai 1817 geboren wurde. «Die Bergwelt wurde so erstmals auch einem breiteren Publikum zugänglich gemacht.» Noch heute gelte Vitznau als Portal zur Rigi und die Bedeutung der Bahn für den Tourismus, das Dorf, die einheimische Bevölkerung und die Landwirtschaft sei nach wie vor gross. 

In monatelanger Detailarbeit und in Kooperation mit dem Verkehrshaus in Luzern und der Stiftung Rigi Historic hat das Team um «Dampflokdoktor» Martin Horath, Leiter des Rigi Bahnen Depots Goldau, die Dampflok Nr. 7 (Baujahr 1873) restauriert. Die Zahnrad-Dampflokomotive H 1/2, Nr. 7, gehört seit dem Jahr 2001 zur Sammlung des Verkehrshauses.

Anlässlich des Jubiläums wird die weltweit noch einzige fahrbare Zahnraddampflok mit stehendem Kessel das ganze Jahr hindurch ab Vitznau und Goldau Richtung Rigi Kulm unterwegs sein. Berg- oder Talfahrten sowie kurze Hop-on Hop-off Fahrten zwischen Rigi Staffel und Rigi Kulm lassen sich buchen.

Alle Betriebe auf der Rigi bieten am Jubiläumswochenende (22.-24. Mai) Aktivitäten für Kinder und Erwachsene an – darunter bahnhistorische, kulturelle sowie kulinarische Leckerbissen. Eines der Highlights: die historische Fahrzeugparade am Samstag, 22. Mai. Die Festivitäten finden unter freiem Himmel über die den ganzen Berg verteilt statt.

Alle Informationen über das Jubiläum und das gesamte Jahresprogramm unter www.rigi.ch/150.

(Dies ist eine Medienmitteilung der Rigi Bahnen AG)

Siehe dazu auch unter «Links» und die Bilder rechts.

Siehe dazu auch unter «In Verbindung stehende Artikel»: Wir dürfen stolz sein auf den Pioniergeist, auf die Weitsicht und den Erfindergeist (die Rede von Bundesrätin Simonetta Sommaruga im Wortlaut).


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/