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Kolumne der Redaktion

12.05.2021

Rigi Bahnen erhalten neues Rollmaterial

An der Generalversammlung der Rigi Bahnen AG wurde das Design der neuen Züge vorgestellt. Es ist eine Hommage an den Triebwagen Nr. 6, dem ältesten elektrischen Zahnradtriebwagen der Welt aus dem Jahr 1911.


Triebwagen Nr. 6, ältester elektrischer Zahnradtriebwagen der Welt aus dem Jahr 1911.

Visualisierung des neuen Triebfahrzeugs in Anlehnung an Triebwagen Nr. 6. Auf der Visualisierung ist das Fahrzeug unterwegs zwischen Rigi Staffel und Rigi Kulm.

Innenaufnahme des neuen Zuges.

Weiss, Schwarz und Bronze: 110 Jahre nachdem mit dem Triebwagen Nr. 6 auf der Arth-Rigi-Bahn die Elektrifizierung eingeläutet wurde, übernehmen die Rigi Bahnen die eleganten und edlen Farben dieser Legende für die neuen Züge. Das Design mit weissem Wagenkasten und schwarzer Fensterlinie ist schlicht und zeitlos. Die nach oben gerichteten Fronten der Wagen, welche den Blick freigeben Richtung Berg, unterscheiden sich klar und bewusst von stromlinienförmigen Hochgeschwindigkeitszügen.

Beste Sicht dank grossen Senkfenstern

Sie sind neben den grossen Senk-Fenstern an den Zugseiten Ausdruck dafür, dass das Fahrerlebnis und die Aussicht auf die atemberaubende Landschaft zentrale Elemente der Fahrzeuggestaltung sind. Der Fahrgastraum verfügt über einen barrierefrei zugänglichen Niederflurbereich bei den Türen und dazwischen Hochflurbereiche. Der Abstand der Sitzreihen ist grosszügig, die Sitze sind gegenüber der Horizontale leicht geneigt, um das Gefälle während der Fahrt zu kompensieren. Der Innenraum ist hell und warm gestaltet, in geerdeten Farbtönen gehalten und mit einem Holzdecor verziert. Das Innen- und Aussendesign hat die Rigi Bahnen AG zusammen mit der Firma Milani Design entwickelt.

Nachhaltige Energienutzung

Die neuen Gelenktriebwagen werden in der Schweiz durch die Firma Stadler aus dem thurgauischen Bussnang geplant und gefertigt. Sie werden die Gäste ressourcenschonend auf die Königin der Berge bringen. Während die heutige Flotte die Bremsenergie bei der Talfahrt verheizt, werden die neuen Züge diese als Elektrizität ins eigene Netz rückspeisen und für bergwärts fahrende Züge nutzbar machen.

Im September 2021 erfolgt die Anlieferung des ersten Fahrzeugs in Goldau. Bis zur Übergabe der Fahrzeuge an den kommerziellen Betrieb ab Frühling 2022 folgt die technische Inbetriebsetzung verbunden mit zahlreichen Testfahrten. Die Wichtigkeit dieses zukunftsweisenden Projekts wird dadurch unterstrichen, dass Mitarbeiter aus allen Arbeitsbereichen der Rigi Bahnen involviert sind.  

Funktionen und Technik der neuen Fahrzeuge

-    Kapazität: 150 Sitzplätze und 50 Stehplätze
-    Länge: 34.7m
-    Vmax: betrieblich 20km/h bergwärts, talwärts 17.5km/h in 250‰
-    Antrieb: 2 Triebdrehgestelle mit je 2 angetriebenen/gebremsten Achsen, 1 Jakobsdrehgestell ohne Antrieb/Bremsen am Wagenübergang
-    Jeweils zwei Fahrzeuge können mittels automatischer Kupplung aneinandergehängt und als Doppeltraktion mit einer Länge von ca. 70m geführt werden.
-    Zur Verbesserung des Klimas sind die Züge mit einer aktiven Lüftung ausgestattet. Im Sommer garantieren zudem die Senkfenster angenehme Raumtemperaturen.
-    Nach aktuellem Stand der Technik sind die neuen Fahrzeuge mit einem Fahrgastinformationssystem ausgestattet, welches die Stationen anzeigt bzw. ansagt.

Der Fahrzeugpark der Rigi Bahnen

Die Fahrzeughistorie der Rigi Bahnen liest sich nicht nur sehr facettenreich, sondern prägt auch den täglichen Betrieb und Unterhalt stark. Die Unterschiedlichkeit der Modelle in der Flotte ist gross, was die Austauschbarkeit von Komponenten in der Instandhaltung erschwert, wenig Synergiepotenzial bietet und eine aufwändige Lagerhaltung mit sich zieht. Trotzdem sind sich die Rigi Bahnen ihrer DNA sehr bewusst und möchten das historische Rollmaterial künftig noch vermehrt in Wert setzen. Durch den Einsatz des neues Rollmaterials müssen Züge ausrangiert werden. Neue Verwendungszwecke sind in Planung.

Siehe auch unter «Links» und «Dateien».

(Dies ist eine Medienmitteilung der Rigi Bahnen AG)


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/