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Kolumne der Redaktion

06.05.2021

Die ABL sollte sich auf die Werte ihrer Gründer besinnen

Zu einem Leserbrief von alt Nationalrat Louis Schelbert in der «LZ» vom 4. Mai 2021 über die SP-Kritik an der Allgemeinen Baugenossenschaft Luzern (siehe unter «Dateien»).


Grundsätzlich bin ich mit Louis Schelbert einig. Diskussionen über die ABL sollten intern geführt werden. Nur: Nachdem sich Schelbert öffentlich geäussert hat, darf man sich wohl auch öffentlich zur ABL äussern.

Ich bin seit Jahrzehnten Mitglied der ABL, ohne je eine ABL-Wohnung gemietet zu haben. Dies deshalb, weil ich deren Ziele als Wohnbaugenossenschaft immer teilte. Als aufmerksamer Leser der ABL-Jahresberichte und -Rechnungen der letzten Jahre kann ich die von der SP monierten Fragen sehr gut nachvollziehen (siehe unter «In Verbindung stehende Artikel»).

Die SP wirft Fragen auf, die ich mir ebenfalls schon oft gestellt habe. Innovationen und Expansion sollten nicht zu einem Identitätsverslust als Genossenschaft führen. Genossenschafter als Mieter sind nicht einfach Mieter einer x-beliebigen Immobilienfirma. Sie sind Miteigenümer! Ihnen gegenüber ist vollumfänglich Rechenschaft abzulegen. Gerade eine Wohnbaugenossenschaft sollte mehr sein als Genossenschaften à la Migros oder Coop! Man kauft da nicht Hörnli, Haarshampoo und Hundefutter ein – nein, die Wohnung ist ein wichtiger Lebensmittelpunkt.

Dies müssten die Organe einer Wohnbaugenossenschaft verinnerlicht haben. Wer dies nicht kann, ist fehl am Platz!

Und schliesslich noch dies: Dass die derzeitige Präsidentin der ABL in ihrer Replik in der LZ vom 30. April (siehe ebenfalls unter «Dateien» von «Gesellschaft» und «Gesellschaftsmitgliedern» statt von Genossenschaft und Genossenschaftern spricht, sagt wohl alles über deren Genossenschaftsverständnis aus. Mehr ist dem nicht beizufügen.

René Wigger, Luzern


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/