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Kolumne der Redaktion

15.11.2020

Der Gegenvorschlag zu den beiden Kulturland-Initiativen ist ungenügend

Der von Regierungsrat und Kantonsrat ausgearbeitete zahnlose Gegenvorschlag kann den weiteren Kulturlandverlust nicht stoppen. Im Gegenvorschlag wurden nur jene Elemente der Gesetzesinitiative übernommen, die den gegenwärtigen Zustand legitimieren und den Kulturlandverschleiss nicht eindämmen; dies offensichtlich nach dem Motto «weiter wie bisher».


Der frühere CVP-Grossrat und Psychologe Dr. Marcel Sonderegtger (Oberkirch) ist einer Urheber der beiden Kulturland-Initiativen.

Bild: Herbert Fischer

Die Hürden für Neueinzonungen von Kulturland und insbesondere von Fruchtfolgeflächen bleiben tief. Die Kulturlandinitiativen wollen hingegen eine ausgewogenere Güterabwägung, um die Zersiedelung sowie den Verlust an Boden- und Biodiversität wirksam einzudämmen.

Die Baulandreserve im Kanton Luzern umfasst aktuell 1140 Hektaren und dürfte für die nächsten 20 bis 30 Jahre reichen. Entgegen den Behauptungen des gegnerischen Komitees verlangen die Kulturlandinitiativen weder Rück- noch Auszonungen von rechtlich eingezontem Land. Auch neue Unternehmen können angesiedelt werden. Was wir brauchen, ist eine weitsichtige Betrachtungsweise von Kulturland sowie den Anliegen und Bedürfnissen der Wirtschaft.

Wer im Kanton Luzern mit offenen Augen unterwegs ist, stellt fest, dass die Zersiedelung unaufhaltsam voranschreitet. Dieser Trend muss gebrochen werden.

Bei fortschreitendem Klimawandel werden unversiegelte Böden und grüne Landschaften immer wichtiger und auch eine minimale Selbstversorgung mit einheimischen, standortgerecht produzierten Lebensmitteln muss gewährleistet bleiben. Während man zwar Lebensmittel noch importieren kann, gilt das nicht für eine schöne Landschaft und ihre Systemdienstleistungen.

Auch kommende Generationen möchten noch leben und atmen können. Deshalb am 29. November zweimal Ja für die Kulturlandinitiativen.

Marcel Sonderegger, Mitinitiant, Oberkirch


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/