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Kolumne der Redaktion

13.10.2017

Zusammen mit Basel hat die Stadt Luzern den höchsten Anteil von Menschen, die älter als 65 sind.

Sozialdirektor Martin Merki hat heute Freitag (13. Oktober um 16h) zur Eröffnung der Messe ZUKUNFT ALTER gesprochen. Hier ist sein Redemanuskript zu lesen.


Sehr geehrti Ständeröt, Nationalrätin ond Nationalröt

Liebe Mässeorganisator Seppi Odermatt

Sehr vereehrti Dame ond Herre 

Ech danke härzlech för d Iiladig ond ech öberbrenge gärn d Grüess vom Stadtrot.

Als Sozialdirektor ghörit Generatione, Jong ond Alt zo mim Kerngschäft. Do het sech aber i de letzschte Johr vell veränderet ond verschobe. 64/65 Jähregi send höt völlig andersd als no vor 20 Johr. Ech erläbes bsonders iidröcklech a de Fiir för die neue Pensionierte. Mer hend s Programm völlig omgstellt ond aapasst.

Früehner hed die Verastaltig «Willkommen im AHV-Alter» gheisse. 

Sie esch im Casino gsi, es hed e 3-Gänger gä ond e Ländlermusig hed gspelt. 

Höt fendt si im Südpol statt, es get e Läsig ond e Diskussion zom Thema älter wärde, nochhär e grosse Apéro ond e Rockbänd spelt, wod Mitglieder gliich alt wie die Gfiierete sind. Es wird heftig tanzt. Ech probiere als 10 Johr Jöngere met z halte. 

Die Verastaltig heisst Zwöschehalt. D Idee dehinter esch: mer esch onderwägs, macht e Zwöschehalt, redt ond fiiret met enand. Es esch es Oebergangsfäst i die nochbrueflechi Phase. Veli send met 65 no onderwägs, lueget vellecht för d Änkelchend, schaffed no reduziert, möchid Sport, engagieret sech imene Verein, möchid also Freiwilligearbet.

Sie gsänd: Es hed sech öppis veränderet bem Beld vom Alter ond au be de Ältere sälber. Die 65- bis 79-jährige send höt älteri Jöngeri, oder jongi Alti, sie gsähnd jönger us, kleidit sech jönger, ond s Alter wird vo de Altersforscher, de Gerontologe emmer spöter aagsetzt, aktuell be 79 för die Hochaltrige. Mer wössid ned, wie viel Hondertjöhrigi dasses i paar Johr ged, aber es ged immer meh. Früehner esch de Stadtpräsident zo allne hei oder is Heim meteme Bluemestross go gratuliere, höt sends e so vel Hondertjöhrigi, dass d Stadtkanzlei goht.

S glingende Alter ond d Sälbstbestimmung im Alter send die grosse Theme höt. 

D Stadt Lozärn esch bsonders usegfordert. Zäme met Basel hed Lozärn de höchschti Aateil a öber 65jährige. D Stadt macht drom scho lang e sorgfältigi Alterspolitik. Früehnder eschs vor allem om die stationäri Versorgig gange.  

Di professionelli Grondversorgig esch au höt no wechtig.

I de letztschte Ziit send zwöi Theme i Fokus cho:

Erstens. Zämeläbe ond Mitwirkig: Do hemmer es fortschrittlechs Modell vo de Partizipation 60 plus, wo üs anderi Städt drom beniidet: kein Seniorenrat, sondern e grossi Groppe, wo d Lebenssituation i de Quartier abbildet. S Forum 60 plus het chorzi Wäg i d Verwaltig, es eigets Budget ond administrativi Onderstötzig ond funktioniert set 6 Johr sehr guet.

S zwöite grosse Thema esch sälbst bestimmte Wohne. Hötigi Seniorinnen ond Seniore wend möglichst lang selbstbestimmt ond selbständig i de gwohnte Omgäbig wohne. D Hälfti vo de 90jährigi macht das scho, läbt i de Stadt no deheime. Dankere usboute Spitex, dank 24-Stonde-Spitex, Entlastigsdienst, Pro Senectute Mahlziitedienst, SRK-Dienst, Verein Haushilfe, Freiwillige. 

Die verschedene Leistigserbringer wemmer no besser vernetze. 

S nächste Johr tüemer en Aalaufstelle Alter eröffne. 

Ond no e Premiere chonnt: Betreuungsgutscheine im Alter. Individuelli Gutschiin, wo huuswirtschaftliche Leistige onderstötzt wärdet. För Seniore, wo knapp kei EL hend oder för Leistige, wo d EL ned zahlt. Zor Entlastig zom Biispel vo pflägende Aaghörige. Das esch schwiizwiit es Pioniermodell, mer wärdit im Jänner meteme Pilot starte. 

Alterspolitik esch es spannends Thema, es esch e so dynamisch ond vielfältig wies Alter höt esch. D Messe Zuekonft Alter hed genau das zom Thema.

Nor eis döfemere be all dere Gschwendigkeit ond Dynamik ned vergässe:

Die öffentliche Hand cha zwar vel Onderstötzig biete ond vel organisiere. Aber de persönlichi Kontakt esch grad för älteri Mensche sehr wechtig. Ond de persönliche Kontakt esch au sehr beriichernd. Das chömmer au do a de Mäss erläbe.

Ond s letzschte. Im Alter dafs au emol langsamer go. Secher. 

Es geht jo das Sprichwort: Die Jonge send schnell, aber die Alte chönnid d Abchörzig. 

I dem Sinn wönsch ech üs allne e gueti Mäss ond vell spannedi Begägnige.

Stadtrat Martin Merki, Sozialdirektor der Stadt Luzern (FDP.Die Liberalen)


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/