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Kolumne der Redaktion

24.04.2017

So argumentiert das Komitee gegen die Halbierung der Kantonsbeiträge an die kommunalen Musikschulen

Das Referendumskomitee «Nein zum Musikschulabbau» hat heute Montag (24. April) in Luzern seine Argumente und einen Flyer mit Voten zahlreicher Persönlichkeiten aus Politik und Kultur vorgestellt.


SP-Kantonsrat Marcel Budmiger (Luzern) ist Geschäftsführer des Luzerner Gewerkschaftsbundes (LGB). Er hat die Gründung der «Luzerner Allianz für Lebensqualität» initiiert, die mit 22 417 beglaubigten (und insgesamt 30 000 gesammelten) Unterschriften das «Rekord-Referendum» gegen die Halbierung der Kantonsbeiträge an die Musikschulen zustande gebracht hat.

Franz Grimm (Sursee) ist Präsident der Musikschulen im Kanton Luzern.

Regula Ineichen (Grosswangen) ist Präsidentin der Musiklehrerinnen und Musiklehrer im Kanton Luzern.

Martin Wyss (Luzern) ist Geschäftsleiter der Sektion Luzern der Gewerkschaft VPOD und Präsident des LGB.

Bilder: Herbert Fischer

Zur Abstimmung am 21. Mai kommt es, nachdem die Luzerner Allianz für Lebensqualität das Referendum gegen die Halbierung der Kantonsbeiträge an die kommunalen Musikschulen mit einem historischen Sammelrekord von 22 417 beglaubigten Unterschriften eingereicht hat. 

Das Referendum geniesst einen hohen Rückhalt in der Luzerner Bevölkerung. Dies zeigen die hohe Unterschriftenzahl sowie die Tatsache, dass im Nein-Komitee Vertreterinnen und Vertreter aller Parteien mitmachen. Sie alle sagen Nein zum weiteren Bildungsabbau und zur Kostenüberwälzung auf Familien.

Nach einem musikalischen Einstieg von Nick Hug von der Musikschule Kriens gab an der heutigen Medienorientierung in Luzern Franz Grimm, Präsident des Verbandes für die Musikschulen des Kantons Luzern (VML), einen historischen Überblick über den langen Kampf um Anerkennung und Qualität der Luzerner Musikschulen. Dreimal musste die Bevölkerung bisher korrigierend eingreifen: «Das Volk will musikalische Bildung! Hoffentlich lernt das die Politik endlich», so Grimm. Entgegen den Äusserungen in der Abstimmungsbotschaft der Regierung an die Stimmberechtigten planen gerade grössere Gemeinden wie Emmen oder Kriens, die höheren Kosten direkt auf die Eltern zu überwälzen.

Dies macht für eine zweiköpfige Familie immerhin rund 400 Franken. «Bei sich selber war der Regierungsrat hingegen nicht bereit, auch nur einen Fünfliber einzusparen», ärgert sich der Kantonalpräsident der Musikschulen.

Die Wichtigkeit eines flächendeckenden musikalischen Bildungsangebots betonte Regula Ineichen, Präsidentin Musiklehrerinnen- und Musiklehrervereins des Kantons Luzern (MLV).

Neben der Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden sind «die vielen bestehenden Musikformationen in unserem musikalisch lebendigen Kanton auf gut ausgebildeten Nachwuchs angewiesen», so Ineichen.

Nach weniger als zehn Jahren wolle der Kanton nun seine Beiträge an die Musikschulen kürzen, was gerade die Eltern belasten würde: «Die Lebenshaltungskosten für junge Familien sind in dieser Zeit keineswegs gesunken», betonte Regula Ineichen.

Martin Wyss, Geschäftsleiter des Verbands des Personals der öffentlichen Dienste (VPOD) und Präsident des Luzerner Gewerkschaftsbunds (LGB), stellte das Referendum in den Kontext zu Luzerns Tiefsteuerstrategie, deren Folgen jährlich grösser werdende Abbaupakete bei Bildung, Gesundheit, Sicherheit, Kultur, sozialer Sicherheit und den Institutionen für behinderte Menschen seien.

«Mit dem Musikschulreferendum kann die Bevölkerung zum ersten Mal seit der Einführung der ruinösen Steuerstrategie über eine konkrete Abbaumassnahme abstimmen», so Wyss. Mit einem Nein am 21. Mai könne die Bevölkerung den Abbau zulasten der normalverdienenden Bevölkerung und unserer Kinder stoppen.

«Es ist höchste Zeit für eine neue Perspektive, ein neues Steuersystem und eine neue Finanzstrategie», betonte der LGB-Präsident.

(Dies ist eine Medienmitteilung der «Luzerner Allianz für Lebensqualität»)


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/