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Kolumne der Redaktion

22.12.2016

Luzerner KatholikInnen spenden 50 000 Franken für Flüchtlinge

Der Kirchenrat der Katholischen Kirchgemeinde Luzern hat 40 000 Franken Nothilfe für Flüchtlinge aus Syrien gesprochen. Die Summe geht an Caritas Schweiz sowie an den Flüchtlingsdienst der Jesuiten (JRS). Weitere 10 000 Franken sprach er zugunsten eines Sprachkurses für traumatisierte, junge Flüchtlinge in Luzern. Bereits im Frühjahr hatte der Kirchenrat einen ausserordentlichen Beitrag von 150 000 Franken für die Nothilfe beschlossen.  


Die Krise im bürgerkriegsgeplagten Syrien hat ein unbeschreibliches Mass an menschlichem Leid und materieller Zerstörung erreicht. Vom Krieg besonders betroffen ist Aleppo. Die Gewalt und die katastrophale humanitäre Lage haben über 30‘000 Menschen zu Vertriebenen gemacht. Die Evakuierung der Zivilbevölkerung aus dem Ostteil der verwüsteten Stadt ist noch immer nicht abgeschlossen. In ganz Syrien sind insgesamt mehr als elf Millionen Menschen auf der Flucht.

Trotz schwierigsten Bedingungen sind Caritas Schweiz und der Flüchtlingsdienst der Jesuiten (JRS) weiterhin in verschiedenen Teilen Syriens aktiv. Die Katholische Kirchgemeinde Luzern unterstützt die Arbeit der beiden Hilfswerke mit je 20 000 Franken. Das hat der Kirchenrat gestern Mittwoch (21. Dezember) beschlossen. Bereits im Frühjahr hatte die Kirchgemeinde ausserordentliche Beiträge gesprochen und den beiden Hilfswerken je 75 000 Franken für Nothilfe für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt.

Caritas und Flüchtlingsdienst der Jesuiten helfen vor Ort

Caritas Schweiz führt bereits seit April 2012 zusammen mit Partnerorganisationen in Syrien und in den Nachbarländern Jordanien, Libanon und Irak Nothilfe-Projekte durch. In Syrien beispielsweise leistet Caritas Nahrungsmittelhilfe für rund 1,6 Millionen Menschen, allein in Aleppo werden zur Zeit mehr als 7‘600 warme Mahlzeiten pro Tag verteilt. Flüchtlingsfamilien und bedürftige Gastfamilien in Jordanien und Nordirak werden mit Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln und Gebrauchsgütern unterstützt. Dazu kommen Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche.

Der Flüchtlingsdienst der Jesuiten (JRS) versorgt innerhalb Syriens mehrere tausend Familien mit warmen Mahlzeiten und Lebensmittelpaketen, gibt Medikamente aus und hilft traumatisierten Kindern und Jugendlichen. In den Nachbarländern Libanon, Jordanien und Türkei nimmt sich der JRS weiteren zehntausenden Kriegsflüchtlingen an 

Sprach- und Alltagskompetenz vermitteln 

10 000 Franken schliesslich gehen an das lokale Projekt „Perspektive – den Flüchtlingen eine Chance geben“. Erfahrene Lehrpersonen und Studierende der Universität Luzern führen in Freiwilligenarbeit einen Sprachkurs für traumatisierte, junge Flüchtlinge weiter, der durch die Sparmassnahmen des Kantons Luzern beendet werden sollte. Nebst dem Sprachunterricht hilft der auf drei Jahre angelegte Kurs den Teilnehmenden, sich im Alltag zurechtzufinden, beispielsweise im Umgang mit Behörden. Der Beitrag deckt einen Teil der Fahrtkosten für die Teilnehmenden während drei Jahren. 

Urban Schwegler, Kommunikationsverantworticher der Katholischen Kirche Stadt Luzern


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/