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Kolumne der Redaktion

08.12.2016

Wie sich alle Krienser Parteien in Bern gegen den «Bypass» wehrten

Das Krienser Allparteien-Komitee «Bypass – so nicht!» hat innert weniger Wochen über 2700 Unterschriften gesammelt sie, begleitet von vier «Geislechlöpfern», beim Bund eingereicht. Das Komitee zeigt sich hocherfreut über dieses gute Ergebnis. Es sei eine eindrückliche Demonstration der Krienser Bevölkerung, dass beim Bypass zwingend Anpassungen des Autobahnprojekts im Interesse der Standortgemeinde notwendig sind.


Eine Delegation des Petitionskomitees reichte heute am 8. Dezember 2016 ihre Petition mit den die Unterschriften der Krienser Bevölkerung beim Informationschef des UVEKs (Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation), Dominique Bugnon, zuhanden der Bundesbehörden und der eidgenössischen Räte ein. 

Begleitet wurde das Komitee von vier «Geislechlöpfern» («Six Pack Chriens»), welche die Forderungen des Komitees auf dem Bundeshausplatz lautstark unterstrichen. Das Sammelergebnis stellt nach Meinung des Komitees «eine klare und eindrückliche Demonstration der Krienser Bevölkerung gegen die anvisierte offene Verkehrsführung des geplanten Bypass mitten durch unser Siedlungsgebiet dar». Kriens werde bis im Jahr 2030 voraussichtlich 30 000 Einwohner zählen und sei damit eine der grösseren Gemeinden der Schweiz: «Es ist daher zwingend, dass auch die Anliegen von Kriens als Standortgemeinde ernst genommen werden. Wir befürchten, dass mit diesem Bau- und Verkehrsungetüm der Ortseingang unserer Gemeinde stark verunstaltet, in Zukunft noch mehr zerschnitten und im Verkehr mit Immissionen, Lärm und Staub versinken wird.»

Das Komitee verlangt daher in erster Linie die Einhausung des «Bypasses» bis in den Bereich der Arsenalbrücke, die gleichzeitig mit dem Bau des «Bypasses» realisiert werden müsse. Es gebe «genug Beispiele im Nationalstrassenbau, wo eine weitergehende Einhausung, als in Kriens geplant, realisiert worden ist (600 Meter in Altendorf im Kanton Schwyz, 940 Meter in Zürich Schwamendingen).»

Eine städtebaulich verträgliche Integration des «Bypass» sei «zwingend notwendig. Zudem akzeptieren wir nicht, dass auf der einen Seite für ein Nordportal riesige Summen investiert werden, während auf der andern Seite im Süden geplant ist, den Verkehr ungehindert auf unsere Gemeinde Kriens prallen zu lassen. 

Wir appellieren an die Bundesbehörden, die Vorsteherin des UVEK, Frau Bundesrätin Doris Leuthard, und die eidgenössischen Räte, alles zu tun, um für unsere Gemeinde die zehn Jahre dauernden Bauimmissionen zu minimieren.»

Weiter schreibt das Komitee: «Unsere Lebensqualität und Gesundheit sowie die Qualität des Ortsbildes dürfen durch den "Bypass" nicht beeinträchtigt werden. Wir sind bereit, mit dem federführenden UVEK Verhandlungen für ein angepasstes Projekt zu führen, das auch die Interessen der Standortgemeinde berücksichtigt. Mit dieser Petition erwarten wir, dass die Krienser Anliegen endlich ernst genommen und umgesetzt werden. Zudem wollen wir auch zum Ausdruck bringen, dass demokratische Instrumente zur Lösung solcher Anliegen im freundeidgenössischen Sinne dem Weg über die Justiz vorzuziehen sind.«

Siehe auch unter «In Verbindung stehende Artikel».

(red)

 

 


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

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