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Kolumne der Redaktion

01.10.2014

Nach dem «MaiHof» starten die KatholikInnen der Stadt Luzern in der Peterskapelle erneut ein spannendes Projekt

Die Katholische Kirche Stadt Luzern will ihre Präsenz in der Innenstadt von Luzern stärken. Als Standort einer neu zu schaffenden City-Pastoral bietet sich die Peterskapelle in der Altstadt an. Das historisch bedeutsame Kirchengebäude wird saniert und soll breiter genutzt werden. Weiterhin bleibt die Peterskapelle Ort für Gottesdienste und Gebet.


So präsentiert sich die Peterskapelle von der Seebrücke aus gesehen zwischen Kapellbrücke und Zurgilgen-Haus.

Seit über 800 Jahren ist die Peterskapelle am Kapellplatz Ort für Gottesdienste und Versammlungen sowie des Gebets. In dieser Zeit hat sich der Kirchenbau innen und aussen mehrfach verändert. Die letzte umfassende Renovation geht zurück auf das Jahr 1965. Heute bedarf er einer neuerlichen Instandsetzung. Dafür will die Katholische Kirchgemeinde Luzern die entsprechenden Mittel bereitstellen, wie aus ihrer Investitionsplanung hervorgeht.
 
Kirche lebt mitten in der Stadt

Seit längerem macht sich die Katholische Kirche Stadt Luzern Gedanken darüber, wie sie ihre Präsenz in der Luzerner Innenstadt stärken kann. In der City bewegen sich täglich zehntausende von Menschen verschiedener Herkunft. Diese sind oft nicht mehr in Pfarreien und Kirchgemeinden beheimatet, aber vielfach offen für christliche Werte und spirituelle Impulse.
 
Wegen ihrer zentralen Lage eignet sich die Peterskapelle besonders gut als Ort für neue Angebote, die auf die vielfältigen Bedürfnisse heutiger Menschen eingehen. Dazu gehören die Suche nach Stille und das Feiern von Gottesdiensten ebenso wie Begegnungen in verschiedener Form. «Möglich werden sollen nebst den weiterhin stattfindenden Gottesdiensten neu auch kulturelle Veranstaltungen wie Ausstellungen, Installationen, Konzerte oder Lesungen», erklärt Hansruedi Kleiber, Leiter des Pastoralraums Luzern. 

Das zentral gelegene Gotteshaus biete sich an für bildende oder künstlerische Aktivitäten. Wichtig jedoch bleibe der Bezug zum kirchlichen Rahmen, wie Kleiber betont.

Mit einem vielseitigen Angebot kann die Peterskapelle zum kirchlichen Brennpunkt in der City von Luzern werden. Das neue kirchliche Tätigkeitsfeld der City-Pastoral ist derzeit noch im Aufbau. Demnächst wird dafür eine Leitungsperson gesucht.
 
Bauliche Veränderungen stehen an – Denkmalpflege ist dabei

Im Rahmen der anstehenden Renovation sollen nun die Voraussetzungen für eine erweiterte Nutzung des Kirchenraumes geschaffen werden. Die Leitlinien dazu liegen bereits seit 2011 vor. Ausgearbeitet wurden sie von einer breit abgestützten Arbeitsgruppe, der Vertreterinnen und Vertreter des Pastoralraums und der Kirchgemeinde angehörten. Aufbauend auf diesen Leitlinien entwarf eine weitere Arbeitsgruppe unter Beteiligung von Experten aus den Bereichen Theologie und Architektur Ideen über mögliche bauliche Veränderungen im Inneren der Peterskapelle. Die Kantonale Denkmalpflege nahm dazu im Sommer 2014 Stellung. Demnach gehe es bei der bevorstehenden Renovation darum, den noch bestehenden historischen Bestand der Kapelle zu erhalten und mit den heutigen Nutzungsanforderungen in Einklang zu bringen. In die geplante Umgestaltung seien unter anderem der Hochalter, die Seitenaltäre, das mittelalterliche Kruzifix sowie die Pietà einzubeziehen. Eine Erneuerung der Kirchenbänke durch neue, allenfalls kleinere oder mobile Bänke schliesst die Denkmalpflege nicht aus.
 
«Die Kirchgemeinde ist sich bewusst, dass die Peterskapelle ein historisch sensibles Objekt ist», sagt Kirchenrat Herbert Mäder, verantwortlich für das Ressort Bau und Infrastruktur. «Die Neugestaltung wird diesem Umstand Rechnung tragen.» Die Kirchgemeinde werde deshalb weiterhin eng mit der Denkmalpflege zusammenarbeiten. «Bei den baulichen Eingriffen werden wir die geschichtliche Bedeutung des Kirchenraumes berücksichtigen», so Mäder weiter. «Die Veränderungen richten sich aber auch nach der künftigen, erweiterten Nutzung.»
 
Wie geht es weiter?

Die weiteren Projektschritte zur Sanierung und Erneuerung der Peterskapelle sind wie folgt geplant: Ein Projektwettbewerb soll Ideen für den Umbau liefern. Daran beteiligen können sich Fachleute aus Architektur und Kunst. Nach der Auswahl des Siegerprojekts sowie dem Entscheid des Kirchenrats über den Projektierungskredits beginnt im Verlauf des Jahres 2015 die konkrete Planung. Danach befindet der Grosse Kirchenrat voraussichtlich 2015 oder 2016 über den Baukredit in noch unbestimmter Höhe. Nach erfolgter Baueingabe und -bewilligung können die Umbauarbeiten frühestens 2016 starten. Die Bauzeit dauert voraussichtlich rund ein Jahr.

Urban Schwegler, Kommunikationsbeauftragter der Katholischen Kirche Luzern, Luzern

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Mehr über den «MaiHof» siehe unter «In Verbindung stehende Artikel».


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

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