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Kolumne der Redaktion

24.07.2013

Auf der «Uufschötti» ist die Toiletten-Situation unhaltbar

Es gibt Momente im Leben, da bin ich wirklich froh, keine Frau zu sein. Einen solchen Moment erlebte ich letzten Sonntag in der «Uufschötti», als ich mal eben auf die Toilette musste.


Der verärgerte «Ufschötti»-Stammgast Franz Zimmermann (94) zeigt, wo eine moderne und vergleichsweise saubere WC-Anlage durch die Stadt ersatzlos demontiert worden ist. Im Hintergrund das Haus des Ruderclubs Reuss.

Ersatzlos geschlossen: das klassische WC-Häuschen auf dem Platz vor dem Bootshafen.

Bilder: Herbert Fischer

Als Mann konnte ich mir nach (nur) fünf Minuten Wartezeit einen Standplatz erobern und nach kurzer Zeit war ich wieder erleichtert bei meinem Badetuch. Ganz anders die Situation vor dem Damen-WC. Dort bildete sich eine meterlange Warteschlange und wie mir berichtet wurde, betrug die Wartezeit zwischen 20 und 30 Minuten! Das war für diejenigen, die sich die Mühe machten überhaupt ein WC aufzusuchen. Viele verrichteten ihre Notdurft entweder in den umliegenden Büschen oder gleich im Wasser.

Wie kommt denn das? Solche Zustände sind mir aus den Vorjahren nicht bekannt. Des Rätsels Lösung ist schnell gefunden. Die Stadt hat gleich zwei der drei WC-Anlagen bei der «Ufschötti» geschlossen, beziehungsweise eine davon entfernt.

Dies ist gemäss WC-Masterplan seit 2009 auch so vorgesehen (siehe dazu unter «Links» den Bericht und Antrag des Stadtrates, Seite 25). Nun soll dafür die noch bestehende Anlage saniert und (hoffentlich) vergrössert werden. 

Nun, als Planer weiss ich, dass man beim Planen ab und an von der Realität eingeholt wird. So sehe ich es der Stadt nach, dass sie den sommerlichen Ansturm auf die «Ufschötti» und somit auf deren WC-Anlagen unterschätzt hat. Was ich als Planer aber auch gelernt habe ist, dass man in solchen Fällen schnell eine neue Lösung präsentieren muss. 

Eine mobile WC-Anlage für die zwei, drei Sommermonate wäre schnell organisiert und ist dringend nötig. Warum diese Sofortmassnahme nicht schon längst umgesetzt wurde, ist mir allerdings ein Rätsel!

Daniel Furrer, SP-Grossstadtrat, Luzern


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/