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Kolumne der Redaktion

17.10.2012

Junge Grüne: «Wir haben schon 2008 vor dem Überwachungsflopp gewarnt»

Die Jungen Grünen der Stadt Luzern lachen sich ins Fäustchen: Sie hatten bereits den Nutzen der Überwachungskameras angezweifelt, bevor er sie eingeführt wurden. Dies schreiben Grossstadträtin Stefanie Wyss und Manuel Späni in einer Mitteilung namens ihrer Partei.


Hier folgt ihre Medienmitteilung: 

«Schon der Unterstützung des Referendums gegen das Reglement über die Videoüberwachung im öffentlichen Raum im Jahr 2008 waren die Jungen Grünen der Ansicht, dass Videokameras nur wenig zur Sicherheit beitragen können und der Stadtrat einer Illusion erliege zu glauben, die Situation auf dem Bahnhofplatz so nachhaltig verändern zu können.

Für die Jungen Grünen Stadt Luzern ist nicht nachvollziehbar, dass die Stadt so lange mit der Veröffentlichung des Berichts zugewartet hat. Die Öffentlichkeit hätte zum Zeitpunkt, als die Resultate der Studie klar waren, darüber informiert werden müssen. Es ist dem Vertrauen in die Stadtregierung abträglich, wenn sie Erkenntnisse, die ihre Haltung in Frage stellen, erst mit grosser Verzögerung publiziert. Der Stadtrat sollte immer in Einklang mit den neuesten Erkenntnissen handeln.

Nur mit einem sehr grossen personellen und technischen Aufwand ist eine Videoüberwachung überhaupt wirkungsvoll. Und es wird immer Orte geben, die nicht überwacht werden können. Eine flächendeckende Videoüberwachung des öffentlichen Raums ist kein gangbarer Weg.

Ein Gesamtmassnahmenpaket für den Bahnhofplatz und vor allem präventive, aktivierende Massnahmen wie zum Beispiel Sommerbars sind erfolgsversprechender als die einseitige Investition in teure Videokameras. Der Ruf nach einer Verbesserung der Aufnahmequalität ist einfach, weist aber in die falsche Richtung. 

Der Bahnhofplatz soll wieder eine Begegnungsstätte für alle Menschen werden, an welcher zum  einen sich niemand bedroht fühlt und zum anderen niemand ausgegrenzt wird.»

Grossstadträtin Stefanie Wyss und Manuel Späni, Junge Grüne Stadt Luzern


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/