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Kolumne der Redaktion

19.03.2012

Grün-roter Vorstoss für Tempo 30 nachts

Die Grossstadträte Steffi Wyss (Junge Grüne) und Nico van der Heiden (SP) verlangen in einem Postulat die Einführung von Tempo 30 in der Nacht. Dies teilten die beiden Parlamentarier soeben mit.


Bis im Jahre 2018 müssen Kantone und Gemeinden den Strassenlärm soweit in den Griff bekommen, dass er unter dem Immissionsgrenzwert der eidgenössischen Lärmschutzverordnung zu liegen kommt. In der Stadt Zürich befasst sich bereits jetzt eine Arbeitsgruppe mit der Frage, wie dieses Ziel erreicht werden kann1. 

Lärm belastet und belästigt viele Menschen. Lärm kann verschiedene Ursachen haben, jedoch ist in Städten der motorisierte Individualverkehr der grösste Lärmverursacher. Lärm wird sehr unterschiedlich wahrgenommen: Während er tagsüber kaum oder nur wenig stört, kann er nachts zur grossen Belastung für die städtischen Bewohnerinnen und Bewohner werden. Lärmimmissionen nachts können zu physischen und psychischen Problemen führen.

Es sind jedoch nicht sämtliche Stadtbewohnerinnen und –bewohner gleichermassen betroffen von Lärm. Jene, welche an Hauptverkehrsachsen wohnen und/oder jene, deren Häuser schlecht schallisoliert sind, sind überdurchschnittlich betroffen. Viele Massnahmen zur Senkung von Lärmimmissionen durch den Strassenverkehr sind relativ teuer (z.B. der Einbau von Schallschutzfenstern oder die Erstellung von Lärmschutzwänden). 

Eine sehr kostengünstige Massnahme wäre die flächendeckende Einführung von Tempo 30 auf allen Strassen der Stadt Luzern. Dies würde zu einer Reduktion der Lärmbelastung um 2-3 Dezibel führen; dies entspricht einer wahrgenommenen Halbierung des Lärms. Die momentan in Zürich geprüfte Idee würde gemäss dem dortigen Projektleiter2 die Reisezeit für MIV-Benutzerinnen und –Benutzer nicht wesentlich verlängern und das Gewerbe wäre nur marginal tangiert. Zu prüfen wäre der Einfluss auf die Reisezeit im öffentlichen Verkehr (Bus). Selbstverständlich könnte eine solche Massnahme nicht alleine, sondern nur in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Luzern umgesetzt werden. 

Wir bitten den Stadtrat, im Rahmen des Gesamtverkehrskonzeptes neben der Ausweitung von Tempo 30-Zonen auch die generelle Einführung von Tempo 30 nachts zu prüfen. 

Für die Fraktion der Grünen/Jungen Grünen: Stefanie Wyss

Für die SP/JUSO Fraktion: Nico van der Heiden


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/