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Leserbrief von Marcel Sonderegger

20.04.2012

Qualität statt Quantität: Eine eigene Wirtschaftsfakultät an der Universität Luzern ist der falsche Weg

Mit der geplanten Wirtschaftsfakultät wird eine rein quantitative Strategie verfolgt: Möglichst viele kostengünstige Studierende in einem Fachbereich, den schon alle anderen Universitäten und Fachhochschulen anbieten. Dies ist hochschulpolitisch der falsche Weg.


Der Schlüssel zum Erfolg liegt langfristig in einer qualitativen Entwicklung. In der Forschung hätte die Universität Luzern diesbezüglich noch ein beträchtliches Entwicklungspotenzial. Eine Verstärkung der Forschung an den bestehenden Fakultäten gäbe der Universität national und international mehr Ausstrahlung und zusätzliches Renommee. Das kostet zwar etwas, darf es aber auch. 

Hauptaufgabe einer Universität ist nämlich die Forschung und nicht die Lehre, wie bei den Fachhochschulen, wo die Dozierenden viel höhere Unterrichtsverpflichtungen haben. Eine Entwicklung in die Tiefe statt in die Breite ist ein strategisches Grundrezept. 

Daran sollte sich die Universität halten. Und damit könnten erst noch Überlappungen und Doppelspurigkeiten mit dem erfolgreichen Angebot im Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Luzern vermieden werden. Stehen nebst der universitären Forschung noch weitere Mittel zur Verfügung, sollte in die Ausbildung und Forschung von Technik und Informatik der Hochschule Luzern investiert werden. Hier besteht für die KMU in der Zentralschweiz und anderswo nämlich der grösste Bedarf.

Marcel Sonderegger, alt CVP-Grossrat, Oberkirch


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