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Leserbrief von Marcel Sonderegger

01.03.2012

Buchpreisbindung ermöglicht Angebotsvielfalt, Beratung und Service

Seit vier Jahren haben wir keine Preisbindung im Buchhandel. Die Bücher wurden nicht günstiger. Grosse Verlage oder Buchhandlungen haben einige Bestseller verbilligt, nicht aber das ganze Büchersortiment. Die Abschaffung der Preisbindung nützt nur grossen Buchhandlungen und Verlagen. Gerade in ländlichen Gebieten sind bestehende Buchläden gefährdet.


Wollen wir englische Verhältnisse in der Schweiz? Dort wurde im Jahre 1995 die Preisbindung abgeschafft und seit 2005 sind die Hälfte der Buchläden eingegangen. Alle Nachbarländer der Schweiz kennen die Preisbindung. Eine Insellösung für die Schweiz als kleinster Teil eines einheitlichen Marktes entbehrt jeder Logik.

Das Hohelied der neoliberalen Deregulierung wird besonders von der economiesuisse und den Jungfreisinnigen angestimmt. Diese Kreise übersehen wohl, dass der Schweizer Buchhandel dank der Buchpreisbindung seit über 100 Jahren das Buch ohne staatliche Subventionen fördert.

Bücher sind nicht nur Wirtschafts-, sondern auch Kulturgüter. Ja zur Buchpreisbindung heisst auch ein Ja zu einer hochstehenden, vielfältigen Bücherlandschaft und zur kompetenten Beratung in Bücherläden in der Stadt und auf der Landschaft.

Marcel Sonderegger, Oberkirch

 

 


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