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Leserbrief von Katharina Meile

09.04.2011

Grüne wehren sich seit Jahren gegen Atomkraftwerke

Von wegen Atomausstieg: CVP, FDP und SVP wollen nicht, dass Luzern eine Standesinitiative zur Abschaltung des gefährlichen AKW Mühleberg einreicht.


Katharina Meile (Luzern) kandidiert für die Grünen wieder als Kantonsrätin.<br><br>Bild: zVg

Katharina Meile (Luzern) kandidiert für die Grünen wieder als Kantonsrätin.

Bild: zVg

Das Atomkraftwerk Mühleberg ist veraltet und sicherheitstechnisch nicht besser als Fukushima. Nächstes Jahr hätte es den Betrieb einstellen müssen. Trotz Rissen im Kernmantel hat der Bund vor zwei Jahren eine unbefristete Betriebsbewilligung erteilt. Weil der weitere Betrieb des Atomkraftwerkes nicht zu verantworten ist, haben wir Grünen im Kantonsrat eine Motion für eine Kantonsinitiative eingereicht. Der Kanton Luzern soll sich beim Bund dafür stark machen, dass Mühleberg sofort und definitiv abgeschaltet wird. Der kleine Anteil von 4,5 Prozent, den «Mühleberg» an der gesamten Schweizer Stromproduktion beiträgt, kann mit Effizienzmassnahmen unschwer eingespart werden. Allerdings braucht es den politischen Willen dazu.

Nach Zürcher Schlappe hat Luzerner CVP hat kalt Füsse

Während wir Grüne uns schon immer gegen Atomkraftwerke und für den Ausstieg aus dieser lebensbedrohlichen Technologie eingesetzt haben, ist eine Mehrheit des bürgerlichen Lagers erst seit der Katastrophe in Japan für den Ausstieg. Zumindest behaupten dies Vertreter aus CVP und FDP. Allen Bekenntnissen zum Trotz folgen jedoch keine Taten. Mit Ausnahme von zwei FDP-Vertretern haben alle Mitglieder von CVP, FDP und SVP die Kantonsinitiative abgelehnt.

Sie wollen nicht, dass das AKW Mühleberg möglichst schnell abgeschaltet wird. Nach der Wahlschlappe im Kanton Zürich hat die Luzerner CVP allerdings kalte Füsse gekriegt. Sie sah sich dazu genötigt, in einem grossen Inserat ihre Untätigkeit in Sachen Mühleberg zu rechtfertigen. Sie versteckt sich hinter angeblichem «Fachwissen» und drückt sich um einen politischen Entscheid.

Kein Wunder, dass die Mitteparteien nach und nach in der Versenkung verschwinden.

 


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Kommentare:
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Katharina Meile aus Luzern

Dienstag, 12.04.2011, 08:37 · Mail

Nein, das stimmt so nicht. Wir Grünen fordern seit unserem Bestehen, dass Alternativen zu den AKW gefunden werden müssen. Wir wiesen und weisen immer wieder darauf hin, wie gefährlich und unsicher die atomare Technologie ist, fordern Jahr für Jahr den Atomausstieg. Das hat nichts mit den tragischen Ereignissen in Japan zu tun - im Gegensatz dazu haben dies einige bürgerliche Politiker doch noch verstanden, allerdings genau sie erst «seit Japan»...

Zudem: die Jungen Grünen haben bereits im Jahr 2009 eine Initiative in der Stadt Luzern eingereicht, die fordert, dass Luzern bis 2035 nur noch atomfreien Strom nutzt. Im Herbst wird sie wohl endlich zur Abstimmung kommen. Der Zeitpunkt der Abstimmung kann uns aber nicht zum Vorwurf gemacht werden: die Stadt hatte es in der Hand.

Ich persönlich finde es richtiggehend frech, den Grünen ihre jahrelange Position jetzt zum Vorwurf zu machen - wir sind konsequent und stehen für unsere Positionen ein. Wir sind nicht so wankelmütig wie gewisse, so genannte bürgerliche Parteien.

 

Hanns Fuchs aus Luzern

Samstag, 09.04.2011, 17:05 · Mail

Eine Naturkatastrophe von historischem Ausmass, vermutlich 20 000 Tote, mehrere 100 000 Obdachlose, ein KKW-GAU - und die CH-Parteien, die Grünen voran, kochen ihr politisches Süppchen auf ein paar überhitzten japanischen Brennstäben, weil grad Wahlen sind. SP und Grüne wetteifern noch um die Trophäe, wer's denn zuerst gewusst hat - ich finde das einfach nur widerlich.

 
 
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