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Leserbrief von Beni Knüsel

17.03.2011

Rascher Atom-Ausstieg ist machbar

«Tschernobyl» war auf menschliches Versagen zurückzuführen. Auslöser der Katastrophe von Fukushima ist ein Erdbeben. Das zeigt, dass es «sichere AKW» gar nicht geben kann. Die politische Antwort kann nur ein rascher Ausstieg aus der Atomenergie sein.


Mahnwache am Mittwochabend (16. März 2011) vor dem Torbogen beim Luzerner Bahnhof: Mit Kerzen haben die Jungen Grünen das Atomzeichen auf dem Boden symbolisiert und «STOPP» geschrieben. Heute Donnerstag um 18h treffen sie sich dort erneut.<br><br>Bild: Herbert Fischer

Mahnwache am Mittwochabend (16. März 2011) vor dem Torbogen beim Luzerner Bahnhof: Mit Kerzen haben die Jungen Grünen das Atomzeichen auf dem Boden symbolisiert und «STOPP» geschrieben. Heute Donnerstag um 18h treffen sie sich dort erneut.

Bild: Herbert Fischer

Lange drohten CVP, FDP und SVP mit dem Schreckgespenst der Energieversorgungslücke und beschworen den einzigen Weg, der uns davor bewahren kann: der Kernkraft. Nicht nur seien Atomkraftwerke sicher und billig, sie seien auch umweltschonend, argumentierten sie. Auf grässliche Art entkräften jetzt die Ereignisse in Japan diese Argumentation vollständig.

Erdbeben sind auch bei uns möglich

Inzwischen müssen wir davon ausgehen, dass das Ausmass des Unglücks in Japan noch verheerendere Folgen haben wird, als der Reaktorunfall in Tschernobyl vor 25 Jahren. Die Wirtschaft, die Umwelt und vor allen Dingen die Menschen in Japan werden noch lange unter den Folgen leiden. Der grosse Unterschied zu Tschernobyl ist, dass es damals auf menschliches Versagen zurückzuführen war und dass diese Katastrophe mit der rückständigen Technik in der Sowjetunion erklärt wurde.

Die japanischen AKW sind hingegen mindestens so modern und sicher wie die unseren. Auch wenn sie selten sind, können starke Erdbeben bei uns ebenso vorkommen. Das verstärkt die mit der Atomkraft verbundenen Risiken, die wir ohnehin schon viel zu lange erdulden müssen. Jetzt gilt es, ernst zu machen und unsere Energiepolitik umzustellen. Die Schweiz muss anfangen, massiv zu investieren, um die Energieeffizienz einerseits und die erneuerbaren Energieformen andererseits zu fördern.

Endlich in vernünftige Energien investieren

Es ist absolut machbar, die AKW Mühleberg und Beznau I und II innerhalb der nächsten fünf Jahre abzuschalten, ohne eine Stromlücke zu riskieren, wenn wir jetzt zu investieren beginnen. «Gösgen» und «Leibstadt» könnten noch etwa 15 Jahre weiterlaufen, bevor auch sie einer fortschrittlichen Energiepolitik, die Menschen, Umwelt und Wirtschaft nicht gefährdet, weichen. Die Schweiz braucht keine neuen AKW, die Schweiz braucht endlich Investitionen in eine vernünftige Energie- und Umweltpolitik.

Beni Knüsel, SP-Kantonsratskandidat im Wahlkreis Sursee


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