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Kolumne von Beat Züsli

19.08.2020

«Die Bevölkerung will nicht noch mehr Touristen»

Grosses Interview mit Stadtpräsident Beat Züsli (SP) über «Corona» und die Folgen, speziell für die Zukunft des Tourismus.


Eine der Reaktionen des Stadtrates mit Stapi Beat Züsli (Bild) auf «Corona»: Die «Raviolibar» kann nun an der Frankenstrasse auch im Freien ihre Gäste bewirten. Das kommt hier wie auch bei anderen Restaurants sehr gut an. Die CVP verlangt deshalb in einem Vorstoss, diese neue Regelung auch künftig zu ermöglichen. Das Gleiche will ein Bevölkerungsantrag.

Welchen Tourismus will Luzern in Zukunft? «Corona» wird die laufende Diskussion darüber stark beeinflussen.

Von ihnen hat es definitiv zu viele. Allein 2018 besuchten mehr als 9 Millionen Car-Touristen Luzern - für weniger als einen ganzen Tag. Was man bisher kaum wusste: Drei Viertel von ihnen kommen aus der Schweiz. Das sagt der Stadtpräsident im grossen Interview mit lu-wahlen.ch (siehe links).

Weil sie komplett vom Car-Tourismus abhängig sind, mussten wegen «Corona» Läden wie Bucherer am Schwanenplatz bereits Personal entlassen.

Nicht allein am Schwanenplatz überfluten «Touris» die Luzerner Innenstadt, auch rund um die Sehenswürdigkeiten sorgen sie oft für einen eigentlichen Dichtestress.

So präsentierte sich - vor «Corona» - während Jahren der Schweizerhofquai jeweils nach Feierabend im Hochsommer: Cars verstopften den Verkehr, weil sie warten mussten, bis andere Cars vom Schwanenplatz weggefahren sind und sie dort parkieren konnten.

Wegen des enormen Verkehrsaufkommens durch die Cars, das auch schon ein Todesopfer forderte, ist am Schwanenplatz ein eigener Verkehrsdienst organisiert worden,welcher die Zu- und Wegfahrten der Cars leitet.

Bilder: Herbert Fischer

Herbert Fischer: Herr Stadtpräsident, auch in Luzern sind die verheerenden Auswirkungen von «Corona» auf den Tourismus, die Gastronomie und Events – speziell im Messewesen, in der Kultur und im Sport – offensichtlich. Hat der Stadtrat inzwischen konkrete, detaillierte Zahlen? Wagt er Prognosen?

Beat Züsli: Wir sind im ständigen Kontakt mit Institutionen und Unternehmen und erhalten von ihnen zum Teil Schätzungen, die ihre jeweiligen Branchen betreffen. Genaue Zahlen sind aber im Moment nicht möglich, weil sich viele Auswirkungen noch immer entwickeln, also nicht abgeschlossen sind. Erst recht lässt sich daraus keine Gesamtübersicht erstellen. Vergessen wir auch nicht, dass noch immer Einschränkungen gelten, beispielsweise im Gastgewerbe oder bezüglich der Maximalzahlen der Besucher an Events.

Somit ist auch noch unklar, ob die wirtschaftlichen Auswirkungen sich erholen und ob bald wieder mehr Geld verdient werden kann, falls diese Vorgaben gelockert würden. Wer aber weiss im voraus, was wann gelockert werden darf?

Man sieht: Wir haben es mit lauter unklaren Faktoren zu tun. Wir müssen allerdings davon ausgehen, dass der gegenwärtige Zustand noch andauern wird. Wir sind da aber nicht allein: sowohl auf kantonaler wie auch auf schweizerischer Ebene präsentiert sich die Situation gleich, nämlich gleich ungewiss.

Hat Luzern Kontakte mit anderen touristischen Destinationen und vor allem Event-Orten? Tauscht sich der Stadtrat mit anderen Städten oder sonstwie vergleichbar Betroffenen aus? Mit wem? Mit welchen Ergebnissen?

Beat Züsli: Wir hatten und haben immer Kontakt mit anderen Städten. Jede Stadt aber befindet sich in einer eigenen Situation. Dazu nur zwei Beispiele: In Zürich oder Bern spielt der Tourismus eine andere Rolle als in Luzern. Und Basel ist eine Messestadt, aber diesbezüglich nicht mit Luzern vergleichbar.

Dennoch ist dieser Erfahrungsaustausch sinnvoll, weil er wertvolle Kontakte herstellen und bestehende pflegen kann. Es gibt zudem ein Gremium des Städteverbandes mit den Präsidien der zehn grössten Städte, die sich regelmässig treffen, das nächste Mal Ende August.

Im Vordergrund stehen für den Stadtrat in der aktuellen Situation jedoch der Kontakt und der Austausch mit dem Kanton. Er hat Kompetenzen für Massnahmen, die uns stark betreffen. Beispielsweise bezüglich der Maskenpflicht in Verkaufsläden. Da können wir unsere Position, die teilweise eine andere ist als jene von kleinen Gemeinden, gut einbringen.

«Corona» war nicht vorhersehbar, erst recht nicht die verheerenden Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft. Innert weniger Tage hat die Pandemie den Tourismus in Luzern und die Rolle der Stadt als Event-Ort lahmgelegt. Zeigt dies nach ihrer Ansicht, dass sich Luzerns diesbezüglich «auf dünnem Eis», also auf wackligem Fundament bewegt?

Beat Züsli: «Corona» und die Folgen zeigen sicher, dass gewisse Bereiche unserer Wirtschaft sowie unseres kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in einer starken Abhängigkeit vom  Tourismus stehen, speziell auch von der internationalen Mobilität. Darauf hat der Stadtrat in den letzten Jahren in all den Diskussionen über den Tourismus immer wieder hingewiesen.

Eine der Botschaften lautete: Es ist nicht sicher, dass die Übernachtungszahlen immer steigen werden und dass der Tagestourismus immer weiter wächst; dass mal etwas passieren kann, worauf wir überhaupt keinen Einfluss haben.

Immerhin hatten wir ja Erfahrungen mit der Epidemie «Sars» und mit Währungsschwankungen, wenn auch mit weitaus geringeren Folgen.

«Corona» macht uns nun tatsächlich die Verletzlichkeit des Tourismus und unsere Abhängigkeit von ihm brutal bewusst. Das müssen wir aufnehmen in die Diskussionen, die jetzt über die «Strategie Tourismus 2030» laufen; wegen «Corona» konnten wir übrigens auch diese Arbeiten nicht wie geplant weiterführen.

Aber die Frage ist berechtigt und spielt nun eine noch wichtiger werdende Rolle: Wie wollen wir uns positionieren? Welche Prioritäten setzen wir?

Hat der Kanton auch konkrete Idee, wenn es um diese Zukunftsstrategie geht? Will auch er einen «anderen Tourismus»?

Beat Züsli: Die Arbeiten zur Tourismusstrategie sind Anfang Jahr angelaufen und wurden zwischenzeitlich ausgesetzt. Neben der Bevölkerungsbefragung gab es auch bereits verschiedene Hearings, Expertengespräche und Umfragen bei den Anspruchsgruppen. Auch mit dem Kanton findet ein Dialog statt, um die Vorstellungen auszutauschen.

Mit welchen anderen Destinationen in der Schweiz will Luzern künftig konkret konkurrenzieren?

Beat Züsli: Die zukünftige Schwerpunktsetzung wird sich aus den Strategiearbeiten ergeben. Ich gehe aber davon aus, dass es primär darum gehen wird, aus unseren Stärken ein Profil für die Zukunft zu entwickeln und dass weniger die direkte Konkurrenz zu anderen Destinationen im Vordergrund steht.   

Die Frage, welchen Stellenwert der Stadtrat im Zuge von «Tourismus 2030» dem Gruppentourismus beimessen will, hat sicher Auswirkungen auf die «Car-Debatte».

Beat Züsli: Das war schon «vor Corona» klar. Die Suche nach einer Alternative zum Car-Standort Inseli geht so oder so weiter. Zurzeit steht eine Variante im Raum Arsenalstrasse – als Zwischenlösung – im Vordergrund. Am Ziel der Innenstadt-Entlastung ändert sich so oder so nichts. Zentral in dieser Diskussion sind auch die Resultate unserer Bevölkerungsumfrage, die wir am 9. Juni 2020 vorgestellt haben (siehe unter«Links»). Sie ergab unter anderem:

Die Bevölkerung will keine weitere Zunahme der Anzahl Touristinnen und Touristen und eine stärkere Regulierung und Lenkung des Tourismus findet Unterstützung in der Bevölkerung.

Interessant in diesem Zusammenhang ist übrigens: Die Wahrnehmung ist häufig, die sehr grosse Mehrheit der Tagestouristen seien Ausländer, vor allem aus Fernost. Tatsächlich aber kommen drei Viertel aus der Schweiz.

Was folgt daraus, was will denn diese Strategie «Tourismus 2030»? Neue Zielgruppen definieren?

Beat Züsli: Das ist ein zentrales Thema für die anstehenden Arbeiten. Ich kann mir vorstellen, dass der «Kultur-Tourismus» eine stärkere Rolle spielen könnte. Dies mit dem Ziel, die Aufenthaltsdauer in den Hotels zu verlängern. Aber dieser Prozess läuft erst und ich will darum nichts vorwegnehmen. Übergeordnet geht es bei diesem Strategieprozess um die Klärung der Frage, welchen Tourismus die Stadt Luzern zukünftig will.

Wegen der ausbleibenden Cars hat der Stadtrat den deswegen leerstehenden Parkplatz Löwenplatz «möbliert», damit dort Leute absitzen und sich aufhalten können. Der Erfolg dieser Idee hält sich allerdings in Grenzen. Warum wurde diese Idee nicht auch auf dem Carparkplatz Inseli versucht, wo spätestens seit dem Lockdown ebenfalls gähnende Leere herrscht?

Beat Züsli: Ich erachte es als zu früh, bezüglich des Löwenplatzes bereits von einem «Flop» zu reden. Dieser Versuch entstand sehr kurzfristig, auch mit relativ geringen Mitteln. Hintergrund war die Absicht, wegen «Corona» leerstehende Flächen im öffentlichen Raum anders zu nutzen. Beim Löwenplatz kam der Vorschlag vom Quartierverein. Weil wir nicht wissen konnten (und immer noch nicht wissen können), wie lange diese «Möblierung» bestehen bleiben soll, wollten wir nicht zu viel investieren. Und wir wollten verhindern, dass mit einem, wenn auch nur kleinen, gastronomischen Angebot die umliegenden Gastrobetriebe konkurrenziert würden.

Dementsprechend ist die Attraktivität eines Aufenthalts dort tatsächlich eingeschränkt. Versuche haben nun halt mal das Potential, nicht ganz wie erhofft zu funktionieren, vor allem nicht auf Anhieb.

Warum macht man solche Sitzgelegenheit nicht auch vor dem Swisscom-Shop an der Bahnhofstrasse?

Beat Züsli: Die Bahnhofstrasse wurde im Sinne einer Zwischennutzung (bis zur Realisierung der definitiven Lösung) in einem Teilbereich mit mobilen Elementen umgestaltet und für den Durchgangsverkehr gesperrt. Der Bereich vor dem Swisscom-Shop gehört aber nicht dazu, weshalb dort vorläufig die Parkplätze bestehen bleiben.

Trotzdem stellt sich Frage, warum man genau dies denn nicht auf dem Inseli ausprobiert?

Beat Züsli: Diese Frage kann man sich tatsächlich stellen. Aber wie gesagt: Der Vorschlag Löwenplatz kam vom Quartierverein und es war dort möglich, relativ rasch einen Versuch zu starten. Beim Inseli hätte das sicher mehr Zeit und auch mehr Geld erfordert. Bleiben die Cars auf dem Inseli wegen «Corona » über längere Zeit aus, wird sich die Frage stellen, ob ein solcher Versuch wie auf dem Löwenplatz auch auf dem Inseli gestartet werden soll.

Auch das Messewesen leidet, liegt völlig flach. Kann der Stadtrat da irgendwie helfen?

Beat Züsli: Das Messewesen ist ohnehin in einem Umbruch und ist von den Einschränkungen wegen dem Corono-Virus in besonderem Mass betroffen. Zwischen Fachmessen und Pulikumsmessen bestehen wahrscheinlich auch Unterschiede, was die zukünftigen Möglichkeiten betrifft. Erstere sprechen klar definierte Zielgruppen an, für die sich möglicherweise vergleichsweise rasch neue Profile und Formate definieren lassen. Publikumsmessen hingegen beabsichtigen optimale Breitenwirkung und lassen sich nicht so rasch neu erfinden – eben: falls überhaupt sie in absehbarer Zeit wieder stattfinden können.

Sowohl für Publikums- wie auch für Fachmessen müssen aber möglicherweise Einlassysteme (Anmeldungen, Besucherzahl-Dosierungen, Hygiene) und vor allem ihre Praktikabilität sehr genau geprüft werden. Solche Überlegungen finden bei den Messebetreibern statt.

Und vergessen wir nicht, dass Messen immer auch einen gesellschaftlichen Aspekt haben: man trifft sich, redet miteinander, trinkt etwas, geniesst die gute Stimmung. Auch das müsste stark eingeschränkt, wenn nicht gar fast verunmöglicht werden. Wenn allzu restriktive Vorschriften gelten würden, kämen viel weniger Leute, was sich zwangsläufig auf die Erträge der Schausteller und Marktfahrer auswirken würde. Erträge übrigens, die einen sehr grossen Teil ihrer Jahresumsätze ausmachen. Das gilt ebenso für all die Festivals, die in den Sommermonaten stattfinden und die nicht einfach zeitlich verschoben werden können.

Unsere konkreten Möglichkeiten, direkt einzugreifen, sind allerdings sehr beschränkt. Dort aber, wo wir sie haben, nützen wir sie. Beim Wochenmarkt an der Reuss ist uns das gelungen. Und wir haben es Gastrobetrieben rasch und unkompliziert ermöglicht, vermehrt im Freien zu wirten. Das kommt gut an.

Die «Corona-Krise» hat bisher sehr vieles verhindert – hat sie auch Neues ermöglicht, eventuell gar geschaffen?

Beat Züsli: Gerade bei den eben erwähnten Restaurants sehe ich, wie sie jetzt die öffentlichen Plätze beleben. Es ist übrigens ein Vorstoss der CVP-Fraktion hängig, der dies beibehalten will.

Zudem glaube auch ich, dass die Digitalisierung in unserer Verwaltung und in der Luzerner Politik – wie in der Wirtschaft und der Gesellschaft überhaupt – einen eigentlichen Schub erlebt. Wenigstens darin erkenne ich positive Wirkungen von «Corona».

Aber ich unterstreiche: All das tröstet jene unzähligen Menschen wohl kaum, die unter den verheerenden Folgen von «Corona» litten, leiden und noch leiden werden.

Befürworten sie selber diesen CVP-Vorstoss?

Beat Züsli: Gemäss unserer Praxis kann ich zu einem hängigen Vorstoss keine Auskunft geben, bevor der Stadtrat den Vorstoss behandelt hat.

Während des Lockdwons ist der öffentliche Verkehr während mehrerer Wochen geradezu eingebrochen, hingegen boomte der Veloverkehr. Hat dies Auswirkungen auf die in der Stadt angedachten Veloprojekte?

Beat Züsli: Es ist zu hoffen, dass das Velo auch zukünftig noch mehr genutzt wird und in der Bevölkerung eine noch höhere Akzeptanz erreicht. Die Reduktion des Verkehrs, auch des motorisierten Individualverkehrs (MIV) übrigens, war mit erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen verbunden. Jetzt müssen wir herausfinden, welche positiv und welche negativ sind.

Positiv könnte sein, dass sich das Homeoffice noch mehr verbreitet und optimiert werden kann. In der Stadt haben wir bekanntlich vor allem am Morgen und Abend im Verkehr Stauprobleme und zwar sowohl beim ÖV wie beim MIV, während der Verkehr in der Innenstadt insgesamt zurückgeht. Wenn wir den Velos mehr Fläche geben wollen, müssen wir die irgendwo wegnehmen.

Haben sie konkrete Zahlen? Zum Beispiel: Wieviele Mitarbeitende der Stadt arbeiteten während es Lockdowns im Homeoffice? Wie viele sind es jetzt noch?

Beat Züsli: Während des Lockdowns waren es rund zwei Drittel der Mitarbeitenden, welche die Möglichkeit für Homeoffice haben, effektiv auch zu Hause. Wir haben aber natürlich grössere Abteilungen, welche ihre Arbeit weiterhin vor Ort ausüben mussten, wie zum Beispiel die Stadtgärtnerei.

In der Region Luzern haben sich innert weniger Wochen insgesamt neun schwere Gewaltdelikte abgespielt. Was wissen sie darüber ?

Beat Züsli: Ich halte es für gewagt, zwischen diesen Gewalttaten und «Corona» einen direkten Zusammenhang herzustellen. Ich schliesse aber nicht aus, dass viele Menschen in den letzten Monaten enorm gestresst waren und teils immer noch sind. In der eigentlichen Lockdown-Phase gab es erstaunlich wenig Meldungen zu Gewalttaten. Vielleicht aber eben gerade, weil die Bewegungsfreiheit und die sozialen Kontakte – potentielle «Ventile» also – eingeschränkt waren. Seitens der Gruppe SIP (Sicherheit, Intervention, Prävention) erreichten uns Meldungen, dass sie mehrmals erfolgreich deeskalierend wirken konnte.

Ist die Stimmung in der Gesellschaft seit «Corona» aggressiver geworden?

Beat Züsli: Weniger als eine Aggressivität, stelle ich mittlerweile eine gewisse «Corona-Müdigkeit» fest. Dies ist auch verständlich, jedoch für die Einhaltung der Schutzanforderungen problematisch, weil deswegen die Disziplin nachlässt.

Was haben sie ganz persönlich aus «Corona» gelernt?

Beat Züsli: Ich habe gesehen, dass wir Menschen, wenn es darauf ankommt, sehr flexibel auf eine Bedrohung reagieren können und dies auch solidarisch tun. Dies macht mich zuversichtlich für zentrale Herausforderungen wie den Klimaschutz oder die Digitalisierung.  

Während des Lockdowns haben sie sich in einem Video an die Bevölkerung gewandt. Es war – im Gegensatz zu Videos des Kantons – auffällig professionell gemacht. Warum sind sie auf den sozialen Medien wenig aktiv? Das wäre doch eine gute Möglichkeit, mit den Leuten mehr in Kontakt zu treten und die Medien auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

Beat Züsli: Im Vordergrund steht für mich, die Bevölkerung möglichst breit zu erreichen. Dabei spielen die sozialen Medien eine immer wichtigere Rolle, aber nicht die eine einzig wichtige Rolle. Wir wollen auch zukünftig mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln die Kanäle möglichst gleichermassen bedienen.

Interview: Herbert Fischer, Redaktor lu-wahlen.ch, Luzern 


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Über Beat Züsli:

Beat Züsli (*1963) war Architekt FH und Energie-Ingenieur. Er arbeitete selbständig in seinem Büro für Architektur und Energie in Luzern und war Vorstandsmitglied des Deutschschweizer Mieterinnen- und Mieterverbands. Von 1998 bis 2009 gehörte er für die SP dem Grossen Stadtrat an, den er 2007 / 2008 präsidierte.

Seit 1. September 2016 ist er Stadtpräsident von Luzern sowie und Bildungs- und Kulturdirektor.