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Kolumne von Beat Züsli

31.01.2012

SP-Stadtratskandidat Beat Züsli zur stadträtlichen Wohnbaupolitik

Der Luzerner Stadtrat hat heute seine Vorstellung der Wohnraumpolitik vorgestellt. Nach einer guten Analyse der aktuellen Situation, hat er vorwiegend bereits laufende Projekte zu einem Massnahmenpaket geschnürt und präsentiert dieses nun als Strategie für die Zukunft. Doch was taugt dieses Paket nun wirklich?


Während die vom MieterInnenverband mit SP und Grünen eingereichte Initiative eine Erhöhung des Anteils der gemeinnützigen Wohnungen von heute 13% auf 16% in 25 Jahren fordert, begnügt sich der Stadtrat damit, in Zukunft weniger als 50 Wohnungen pro Jahr im preisgünstigen Segment bereitzustellen. Damit schafft er es den Anteil gerade mal auf 13.2% anzuheben und dies innert 15 Jahren!

Eine Entspannung der akuten Wohnungsnot, insbesondere für Leute mit mittleren und tiefen Einkommen kann mit dieser marginalen Steigerung sicherlich nicht erwartet werden. Im Gegenteil ist zu befürchten, dass die steigende Nachfrage nach Wohnungen zu einer weiteren Verknappung des Angebots und einem Anstieg der Mieten führen wird.

Die Initiative demgegenüber leistet einen substanziellen Beitrag zur Milderung der Wohnungsnot. Rund ein Drittel aller zukünftig pro Jahr hinzukommenden Wohnungen (d.h. heisst rund 100 von 300 Wohnungen) müssten gemeinnützig sein, dann ist das Ziel der Initiative in 25 Jahren erfüllt. Dies ist eine absolut realistische Zielsetzung und kann bei einer guten Zusammenarbeit der Stadt mit den Wohnbaugenossenschaften und den entsprechenden Vorgaben in der Bau- und Zonenordnung erfüllt werden. 

Es braucht etwas Mut um dieses Ziel anzustreben, aber vor allem die Einsicht, dass nun konkretes Handeln angesagt ist, um das grösste soziale Problem der Stadt Luzern aktiv anzugehen!

Beat Züsli, Stadtratskandidat der SP Stadt Luzern


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Über Beat Züsli:

Beat Züsli (*1963) war Architekt FH und Energie-Ingenieur. Er arbeitete selbständig in seinem Büro für Architektur und Energie in Luzern und war Vorstandsmitglied des Deutschschweizer Mieterinnen- und Mieterverbands. Von 1998 bis 2009 gehörte er für die SP dem Grossen Stadtrat an, den er 2007 / 2008 präsidierte.

Seit 1. September 2016 ist er Stadtpräsident von Luzern sowie und Bildungs- und Kulturdirektor.