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Kolumne von Mario Stübi

01.06.2015

Von der «Bike Police» erhoffe ich mir vor allem eines

Die Luzerner Polizei führt Fahrradpatrouillen ein – erfreulich, dass den Gesetzeshütern inzwischen auch von alleine die Vorteile des Zweirads in den Sinn gekommen sind, nachdem dies bereits seit über zehn Jahren in anderen Schweizer Städten Usus ist und 2008 in der Stadt Luzern erst noch eine politische Forderung dazu im Raum stand.


Bedenklich ist hingegen, wie Polizeikommandant Adi Achermann darauf gekommen ist. In der «Neuen Luzerner Zeitung» vom 25. April 2015 (siehe unter «Dateien» lässt er sich zitieren, dass vor etwa einem Jahr «in der Stadt Luzern die Velo-Rowdys ein grosses Thema» waren (für diese Zeitung gibt es im Übrigen eh nur «Velo-Rowdys», keine «-fahrer»).

Nicht die guten Erfahrungen anderer Korps, nicht der lokalpolitische Wille, nein: eine fragwürdige Hetzkampagne des Monopolblatts sorgte beim Kommandanten im medialen Sommerloch für den Geistesblitz für die Einführung von Polizisten auf zwei Rädern.

Ob das gute Voraussetzungen für die Arbeit dieser Truppe sind? Schliesslich haben unlängst Erhebungen gezeigt, dass Velofahrer (wer hätte es gedacht?) nicht öfters das Gesetz brechen als Autofahrer.

Nun denn, es ist nun mal so. Und gegen Polizeipatrouillen auf Velos ist grundsätzlich auch nichts einzuwenden, im Gegenteil: Ich erhoffe mir davon gar mehr als nur Bussenverteilen und Präsenzmarkierung, nämlich mehr polizeiliches Bewusstsein für Leute, für die das Velo das Hauptfortbewegungsmittel ist.

Ich erhoffe mir künftig, dass Patrouillen mit Autos ihre Wagen am Strassenrand parkieren, ohne den Veloweg zuzusperren. Sie sollen merken, wie unüberlegt Baustellen aus Sicht der Radfahrenden oftmals markiert sind, oder sich überlegen müssen, wo man sein Velo abstellt, weil es nicht genügen Abstellplätze in der Nähe hat.

Solche und andere Erfahrungen dürfen dann gerne ein paar Hierarchiestufen höher gereicht werden und in die allgemeine Arbeit unseres Freund und Helfers einfliessen.

Mario Stübi, SP-Grossstadtrat, Luzern


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Über Mario Stübi:

 

Mario Stübi (*1984) ist freischaffender Redaktor. Er hat Kulturwissenschaften an der Universität Luzern studiert und vertritt die SP im Grossen Stadtrat von Luzern. Mario Stübi engagiert sich aktiv im kulturellen Leben Luzerns, unter anderem im Vorstand der SRG Luzern und der IG Kultur Luzern.

http://www.mariostuebi.ch/