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Kolumne von Rolf T. Spörri

24.09.2013

Hoffentlich wird Peter Schilliger gleich argumentieren, wenn es um die Mindestlöhne geht

In einem Leserbrief in der «NLZ» wehrt sich FDP-Nationalrat Peter Schilliger (Udligenswil) gegen die 1:12-Initiative. Der frühere SP-Grossstadtrat Rolf T. Spörri antwortet ihm. Der Leserbrief in der «NLZ» vom gestrigen Montag (23. September) ist unter «Dateien» zu finden.


Lieber Herr Peter Schilliger, Ihres Zeichens Präsident FDP.Die Liberalen des Kantons Luzern

Ihre Sorge um die AHV und die Kassen der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit der 1:12-Initiative ist rührend – aber unglaubwürdig!

Sie hätten sich besser bei der Steuerreform II gesorgt, als jetzt im Hinblick auf die «1:12»-Abstimmung so einseitig auf die Prognosen von Ökonomen und Wissenschaftern zu hören und derart über die InitiantInnen, also die JUSO («linke Chefideologen») herzuziehen. Zudem glaube ich zu wissen, dass sich die Gewerkschaften sehr wohl bewusst sind, warum sie dieses Volksbegehren unterstützen. 

Sie Ihrerseits wissen genau, dass die St. Galler Hochschule in so kurzer Zeit bloss eine Gefälligkeitsstudie erstellt hat; eine Gefälligkeitsstudie notabene, die ihrem ansonsten so guten Ruf allerdings schaden wird (siehe unter «Dateien»: die Studie).

Ich bin schon jetzt gespannt auf Ihre Argumentation bezüglich AHV-Beiträgen und Steuereinnahmen, wenn es in naher Zukunft um den Mindestlohn gehen wird. 

Wenn nämlich die überfälligen Mindestlöhne endlich eingeführt werden, leisten Arbeitnehmer mit tiefen Einkommen mehr AHV-Beiträge, weil sie mehr verdienen. Und dann werden sie auch mehr Steuern bezahlen. Ich hoffe darum doch sehr, dass Sie sich dereinst an Ihre eigene Logik erinnern werden. 

Mit den besten Wünschen und freundlichen Grüssen

Rolf T. Spörri, Luzern


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Über Rolf T. Spörri:

Rolf T. Spörri (* 1946) lebt in Luzern. Er ist ausgebildeter Hochbauzeichner, Primarlehrer und diplomierter Heilpädagoge. Spörri wirkte als Freiwilliger in der Entwicklungszusammenarbeit in Kathmandu (Nepal), Varanasi (Indien) und Tjachiv (Ukraine). Er ist Vater von vier erwachsenen Töchtern und eines ebenfalls erwachsenen Sohnes sowie Grossvater von acht Enkelkindern. Bis zur Pensionierung im August 2008 war Rolf T. Spörri während vieler Jahre Kleinklassenlehrer im Luzerner Maihofschulhaus. Von 1979 bis 1985 vertrat er die SP im Grossen Stadtrat.