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Kolumne von Rosy Schmid

04.12.2020

Hilfswerke und NGOs sollen Transparenz nicht nur fordern, sondern auch vormachen

Auf Bundesebene fordern verschiedene Parlamentarier die Prüfung und Verbesserung der Transparenz der Finanzen von Hilfswerken und Nonprofitorganisationen (NGOs). Transparenz ist nicht nur wünschenswert, sondern notwendig!


Insbesondere, wenn Hilfsorganisationen andere Organisationen und Unternehmen öffentlich an den Pranger stellen, sollten sie selbst belegen können, dass sie mindestens besser sind. Darum habe ich den Jahresbericht des Fastenopfers angeschaut.

Darin wird ausgewiesen, dass bloss 60 Prozent der Einnahmen (zirka 21 Mio.) an Projekte weitergehen. Interessant wäre zu wissen, wieviel von den 60 Prozent tatsächlich bei den Hilfsbedürftigen ankommt.

Und wieviel davon noch auf der Strecke bleibt und vom eigenen Apparat verschlungen wird. Hier scheinen es 40 Prozent sein, also ein recht grosser Batzen.

Weiter habe ich gelesen, dass das Fastenopfer in seiner «Compliance and Safeguarding 2019» Folgendes mitteilt: «Die seit 2015 bestehenden Antikorruptionsrichtlinien wurden in der zweiten Jahreshälfte überarbeitet und erweitert. Dabei wurden sie zu Richtlinien zur Prävention und Bekämpfung von Machtmissbrauch. Im Dezember 2019 wurden sie von der Geschäftsleitung genehmigt und sind seit Januar 2020 Bestandteil aller Verträge für Vergabeprojekte und alle Mitarbeiter/innen von Fastenopfer verpflichten sich schriftlich zu deren Einhaltung.»

Also kurz vor dem Abstimmungskampf zur «Unternehmens-Verantwortungs-Initiative» reingewaschen?

Da können schon Zweifel aufkommen. Für den Stimmbürger und für die vielen Spender ist es wichtig zu wissen, ob das, was vorgegeben wird, auch so zutrifft und ob das Geld am richtigen Ort eingesetzt wird.

Zusätzlich erhalten viele NGOs Staatsbeiträge (das Fastenopfer mehr als 6 Millionen) und bezahlen keine Steuern. Da müssen die Bürger, die Spender und der Staat sicher sein können, dass von den Geldern wenig verloren geht und viel am Ziel ankommt.  

Rosy Schmid, Kantonsrätin FDP.Die Liberalen, Hildisrieden


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Über Rosy Schmid:

Rosy Schmid (1961), Hildisirieden, ist Kantonsrätin der FDP.DieLiberalen.

Rosy Schmid auf der Website des Kantonsrates:
http://www.lu.ch/kr/mitglieder_und_organe/mitglieder/mitglieder_detail?

Die Website von Rosy Schmid:
http://www.rosy-schmid.ch/index.php?id=13380