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Kolumne von Rosy Schmid

22.06.2020

Ein erfolgreiches Theater würde besser besucht

Nichts gegen ein schönes neues Luzerner Theater, aber es sollte selber mehr Geld einspielen.


«Wer ein Theater füllen will, bedient sich der Dramaturgie. Um es zu leeren, genügt Ideologie». Als ich diesen Satz von Oliver Hassencamp gelesen habe, dachte ich sofort ans Luzerner Theater. Aus baulicher Sicht muss es erneuert werden, das ist klar sichtbar. Und inhaltlich? Es scheint, dass sich die Verantwortlichen vor allem mit ihren Ideen verwirklichen wollen. Ob dies bei der Bevölkerung Gefallen findet, scheint sie nicht zu interessieren.

Kultur muss in der Gesellschaft leben. Wäre das Luzerner Theater sehr erfolgreich, hätte es grosse Nachfrage und würde es sich mit seinen Produktionen und Angeboten grösstenteils selber finanzieren, wäre es gut. Tatsache ist, dass der Steuerzahler etwa 20 Millionen Franken (ca. 14 Mio. der Kanton Luzern und 6 Mio. die Stadt Luzern) von den 24 Mio. Umsatz finanziert. Das ergibt zirka 300 Franken je Ticket. Das ist sehr viel.

Ein hoher Kantonsbeitrag rechtfertigt sich nur, wenn das Luzerner Theater nicht nur ein städtisches sondern ein kantonales Theater ist; sprich: eine Ausstrahlung mindestens in den ganzen Kanton hat.

Schauen wir jedoch die Besucherzahlen (bescheidene 62 700) sowie die Herkunft der Besucher an, so müssen wir dies verneinen. Zirka 46 Prozent kommen aus der Stadt Luzern, zirka 19 Prozent aus der Agglomeration und nur zirka 12 Prozent aus dem übrigen Kanton. Es kann also nicht von einer kantonalen Ausstrahlung gesprochen werden! Auch die touristische Wirkung ist mit 0,3 Prozent Besucheranteil von Ausländern marginal.

Das Luzerner Theater sollte fürs Publikum, für die Zahler, da sein und nicht nach der eigenen Verwirklichung streben – solange soviel vom Staat finanziert wird.   

Nun wurde gesagt, es seien verschiedene Varianten geprüft worden und die künstlerisch wie auch finanziell beste sei, wenn die drei Sparten noch etwas erweitert würden. Offenlegen kommt jedoch erst in Frage, wenn wichtige Entscheide bereits gefallen sind. Da müssen die Regierung und das Parlament sehr gut hinschauen. Es soll ein schönes neues Theater geben, das gefällt und vor allem gesehen werden will! So würden die Finanzen automatisch besser ins Lot kommen.      

Rosy Schmid, Kantonsrätin FDP.Die Liberalen, Hildisrieden


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Über Rosy Schmid:

Rosy Schmid (1961), Hildisirieden, ist Kantonsrätin der FDP.DieLiberalen.

Rosy Schmid auf der Website des Kantonsrates:
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Die Website von Rosy Schmid:
http://www.rosy-schmid.ch/index.php?id=13380