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Kolumne von Peter Schilliger

15.09.2011

Berufsbildung nicht verakademisieren

70 Prozent aller Jugendlichen wählen nach der obligatorischen Schulzeit eine Berufslehre. Mit gutem Grund: Die duale Berufsbildung ist ein wahres Erfolgsmodell. Das zeigt sich einerseits an der Jugendarbeitslosenquote, die eine der tiefsten in ganz Europa ist. Andererseits an der Qualität der Lehrlingsausbildung:


An der Berufs-WM, die alle zwei Jahre stattfindet, gehören die Schweizer regelmässig zu den Spitzennationen, dies obwohl sich andere Länder – allen voran die Asiaten – während ein bis zwei Jahren gezielt auf diesen Event vorbereiten können. An der diesjährigen Berufs-WM in London werden wiederum zwei junge Berufsleute aus dem Kanton Luzern mit dabei sein – auch sie mit echten Medaillenchancen.

Immer wieder melden sich in der Schweiz so genannte Experten zu Worte, welche die Berufsbildung in ihrer heutigen Form hinterfragen und stattdessen den akademischen Weg fördern wollen.

Zum Beispiel durch die Steigerung der Maturitätsquote und die Herabsetzung der Eintrittskriterien für die Universität. Das wäre meiner Meinung nach eine Fehlentwicklung, genauso wie eine fortschreitende Verakademisierung der Berufsbildung. Der duale Berufsbildungsweg mit seiner grossen Praxisnähe stellt sicher, dass die Leute nicht nur etwas wissen, sondern auch etwas können. Tatsache ist auch, dass der Lehrstellenmarkt den konjunkturellen Schwankungen nicht in gleichem Mass unterworfen ist wie der übrige Arbeitsmarkt. Die Lehrlingsausbildung gilt als langfristige Investition in das Unternehmen und in die Branche.

Die Schweiz verfügt nur wenige Rohstoffe. Unsere Stärke liegt seit jeher im Know-how. Eine Firma, die national oder international erfolgreich sein will, benötigt deshalb bestens qualifiziertes Personal. Die beste Art, solches Personal zu bekommen, ist immer noch die Lehrlingsausbildung. Ich bin überzeugt: Wir investieren besser heute in die Berufsbildung als später dann in den Sozialbereich!

Peter Schilliger (Udligenswil), Kantonsrat FDP und Präsident Kommission Qualifikationsverfahren des Kantons Luzern, Nationalratskandidat


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Über Peter Schilliger:

Peter Schilliger (1959/FDP.Die Liberalen) ist in Udligenswil aufgewachsen, wo er auch lebt. Er ist Bürger von Udligenswil und Weggis, verheiratet und Vater von Raphael (25), Angela (23) und Manuel (21). Der gelernte Sanitärzeichner bildete sich zum  Sanitärtechniker TS und Heizungstechniker TS weiter und hat an der Hochschule für Wirtschaft in Luzern den Titel NDS/MAS Public Management erworben. Schilliger ist Mitinhaber und CEO der Herzog Haustechnik AG in Luzern mit hundert Mitarbeitenden, wovon ein Viertel Lernende sind.

Von 1991 bis 2011 war Peter Schilliger FDP-Gemeinderat in Udligenswil, ab 2000 auch Gemeindepräsident. Seit 2003 gehört er dem Kantonsrat an. Seit 2008 präsidiert er die FDP.Die Liberalen des Kantons Luzern. Seine Kernthemen sind: Energieumbau, Zuwanderung, Arbeitsplätze, Berufsbildung und Steuerwettbewerb. 2011 kandidierte als Nationalrat, «weil ich den Energieumbau vorantreiben und die Wirtschaft stärken will.»

2012 ist er für den völlig überraschend verstorbenen Otto Ineichen in den Nationalrat nachgerückt.

Auf lu-wahlen.ch schreibt er Kolumnen, «weil diese Plattform viele potentielle Wählerinnen und Wähler erreicht.»

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