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Kolumne von Beat Murer

16.12.2015

Kritische Gedanken zur Verkehrssituation beim Zur Gilgen Haus am Schwanenplatz

Bereits 1992 habe ich in einem Postulat im Grossen Stadtrat ein neues Parkierungskonzept vor dem Zur Gilgen Haus gefordert, welches vor allem auch den Fussgängerinnen und Fussgängern mehr Bewegungsfreiheit geboten hätte.


Dass die Aufhebung von neun Kurzzeitparkplätzen nicht allseits auf Gegenliebe stösst, ist nicht neu. Bereits in den 70er- und 80er-Jahren, als der Rathausquai und der Kapellplatz autofrei wurden, waren die gleichen Argumente zu vernehmen. Nachdem nebst dem Löwen- und Kasernenplatz die Altstadt auch bestens vom Schwanenplatz mit dem ÖV und auch dem motorisierten Individualverkehr (viele inzwischen realisierte Parkhäuser) erschlossen ist, ist der Wegfall von neun Kurzzeitparkplätzen bestimmt zu verkraften.

Dies zeigt auch der Umstand, dass der Vorplatz zum Zur Gilgen Haus bis vor kurzem für längere Zeit als Bauinstallationsplatz diente.

Die Absicht, den Vorplatz zum Zur Gilgen Haus nun aber zu einem Grossparkplatz für Zweiräder einzurichten, wirft Fragen auf. Bei allem Verständnis für eine gute Erreichbarkeit der Innenstadt auch durch den Zweiradverkehr, sollten unbedingt eine massvolle Lösung und zusätzlich Alternativen, zum Beispiel zwischen Schwanenplatz und Luzernerhof neben dem Radstreifen auf der Quai-Seite, gesucht werden.

Es kann nicht sein, dass nun mögliche Verbesserungen für die Fussgängerinnen und Fussgänger, aber auch für die zahlreichen Markbesucher, Kundinnen und Kunden der Altstadtgeschäfte, Touristen und Anwohnern wieder zunichte gemacht werden. Ebenfalls sind Grossparkplätze, gleich welcher Art, im Bereich von historisch wertvoller Bauten fragwürdig und wären jedenfalls strikte zu bewirtschaften.

Beat Murer, früherer Grossstadtrat (SP), Luzern


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Über Beat Murer:

Beat Murer (*1949) ist in Luzern aufgewachsen, wo er nach dem Besuch der Zentralschweizerischen Verkehrsschule 23 Jahre bei den SBB diverse Funktionen - vom Betriebsdisponenten bis zum Liegenschaftsverwalter - ausübte. Als Weiterbildungen besuchte er den Verwaltungskurs für Luzernische Verwaltungsbeamte und den SVIT-Fachkurs für Immobilientreuhänder.

Bis zu seiner Pensionierung im Frühjahr 2011 leitete er 17 Jahre das Ressort  Wahlen und Abstimmungen der Stadt Luzern. Dies beinhaltete unter anderem die Organisation und Durchführung sämtlicher eidgenössischer, kantonaler und kommunaler Wahlen sowie diejenigen der katholischen und reformierten Kirchgemeinden. Zudem war er dort bis 2010 für die Prüfung von Initiativen/Referenden/Volksmotionen zuständig. 1990 bis 1992 vertrat er die SP im Grossen Stadtrat und von 1998-2006 war Beat Murer Mitglied des Grossen Kirchenrates der Katholischen Kirche Stadt Luzern.

Beat Murer kandidierte für die glp 2012 als Grossstadtrat.

Sein Motiv, bei lu-wahlen.ch als Kolumnist mitzuwirken: «Ich will so mithelfen, dass verantwortungsbewusste politische Diskurse möglich werden.»