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Kolumne von Yasikaran Manoharan

13.03.2011

Fasnacht: Das Depotsystem hilft Kosten senken

Die Kritik am Depotsystem ist unüberlegt und darum unverständlich.


Der «Dräcksack» hat sich schon mehrmals an Grossanlässen bewährt wie hier am Stadtfest 2010.<br><br>Bild: Herbert Fischer

Der «Dräcksack» hat sich schon mehrmals an Grossanlässen bewährt wie hier am Stadtfest 2010.

Bild: Herbert Fischer

Nun gehört auch die Fasnacht 2011 der Vergangenheit an und es war einmal mehr eine wunderschöne, farbige und tolle Zeit. Als verbissener Fasnächtler überzeugten mich auch dieses Jahr wieder der Enthusiasmus und die Freude der vielen Besuchern, die von überall her nach Luzern pilgerten. Durch die Altstadt zu schlendern oder an diversen Veranstaltungen und Festen teilnehmen, war wiederum grossartig. Kurz gesagt war die Fasnacht einfach «rüüüdig verreckt»!

Öffentliche Hand finanziert Fasnacht mit 

Doch kaum ein anderes Thema wurde im Vorfeld so stark kritisiert wie das Depotsystem. Eigentlich sollte das System zur Reduktion der Abfallmenge beitragen, indem man auf die Becher, Teller und das Besteck ein Depot von zwei Franken schlägt. Vor wie auch während der Fasnacht war man teils skeptisch, sogar auch wütend über die neue Regelung. «Ist doch alles reine Geldmacherei…», hörte ich mehrmals.  

Ich finde das allerdings eine gute Sache. Uns allen sollte doch bewusst sein, dass die Luzerner Fasnacht schweizweit zu den grössten Gratisveranstaltung gehört; verteilt auf drei intensive Tage in der Altstadt, während der ganze Stadtbetrieb und der öffentliche Verkehr gleichzeitig problemlos funktionieren müssen. Stadt und Kanton stellen für die Fasnacht Infrastruktur, also einen enormen Aufwand für die Sicherheit und die Reinigung der Plätze zur Verfügung. Wenn die öffentliche Hand dafür die Kosten trägt bedeutet dies nichts anderes, als dass der Steuerzahler die Fasnacht mitfinanziert. Inwiefern ist es also falsch, mit diesem Depotsystem die Stadtkasse zu entlasten? 

«Dräcksack» bewährt sich

Wer schon einmal an einem Openair gewesen ist weiss, dass man mit Eintrittspreisen zwischen 140 und 180 Franken rechnen muss. Darin sind Ausgaben auch für die Infrastruktur inbegriffen. Und solche Veranstaltungen sind vom Aufwand her nicht so grundverschieden von jenem für die Luzerner Fasnacht. Nur: Der Besuch der Fasnacht ist kostenlos und jeder kann kommen, seinen Müll auf die Strasse werfen und wieder gehen. Daher bin ich ein Befürworter des Depotsystems. Was allerdings nicht zur Verfügung gestellt werden kann, ist der menschliche Anstand und der gebietet, mitzumachen. Beispielsweise auch, die «Dräcksäcke» zu benützen, die sich an der Fasnacht 2011 ebenso sehr bewährt haben wie schon zuvor bei anderen Grossanlässen. 

Laut einem Bericht im «Blick am Abend» soll es übrigens Leute geben, die an der Fasnacht ihren Privatmüll in diese gelben Säcke entsorgt haben, um die Ausgaben für die gebührenpflichtigen Güselsäcke zu sparen. 


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Über Yasikaran Manoharan:

Yasikaran Manoharan (*1988, Kriens) ist gelernter Hochbauzeichner. 2015 hat er an der Hochschule für Technik und Architektur in Horw die Ausbildung zum Architekten abgeschlossen. 2014 ist er anstelle von Yanik Kloter (JUSO) in den Krienser Einwohnerrat nachgerückt und 2016 als SP-Vertreter bestätigt worden.