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Kolumne von Laura Kopp

03.03.2011

Im Zentrum der Bildungspolitik soll Qualität stehen

Bildung ist eine der wichtigsten Ressourcen unseres Landes. Deshalb ist ein qualitativ hochwertiges Bildungssystem für unsere Wirtschaft wichtig.


Auch der Kanton Luzern trägt mit Hochschule und Universität dazu bei. Die Qualität sollte denn auch im Zentrum der Diskussion über eine mögliche Wirtschaftsfakultät stehen. Die Ängste der Hochschule Luzern vor einer möglichen universitären Konkurrenz sind verständlich. Befürchtet wird, dass die Hochschule Luzern die Zahl ihrer Studierenden mit einer Wirtschaftsfakultät teilen muss. 

Zwei unterschiedliche Zielgruppen

Dasselbe gilt wohl auch für Forschungsaufträge. Beides könnte dazu führen, dass die Hochschule Luzern weniger Mittel einnehmen wird. Trotzdem ist nicht unbedingt damit zu rechnen, dass die Zahl der Studierenden abnimmt. Denn die Stärken der Fachhochschulen liegen in ihrer Andersartigkeit. Ihre Studiengänge sind praxisbezogener. Universitäre Studiengänge sind demgegenüber theoretischer und wissenschaftlicher. Fachhochschule und Universität sprechen also nicht unbedingt die gleichen Studierenden an. Dies gilt auch für mögliche Auftraggeber von Forschungsprojekten. 

Keine Wirtschaftsfakultät auf Kosten anderer Studiengänge

Das sagt allerdings noch nichts über Sinn oder Unsinn einer Wirtschaftsfakultät an der Universität Luzern aus. Die Schweiz hat bereits einige qualitativ hochwertige Wirtschaftsfakultäten. Der Ruf einer Fakultät wird von Studierenden denn auch oft bei der Wahl einer Universität mitberücksichtigt. Für eine allfällige Wirtschaftsfakultät bedeutet das, dass sie qualitativ mindestens gleich gut sein muss. Ob der Universität Luzern dafür die notwendigen Mittel zur Verfügung stehen, ist allerdings fraglich. Eines steht fest: Sie darf nicht auf Kosten der bestehenden Bildungsinstitutionen finanziert werden. Denn: Die Wirtschaft braucht nicht nur Absolventinnen und Absolventen von wirtschaftlichen, sondern auch von technischen, pädagogischen, sozialen sowie sozial- und geisteswissenschaftlichen Studiengängen.


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Über Laura Kopp:

Laura Kopp (* 1973) ist Politikwissenschaftlerin. Sie arbeitet als Fachspezialistin Planung/Koordination beim Bundesamt für Energie, Abteilung Energieeffizienz und Erneuerbare Energien. Am 10. April 2011 hatte sie in Luzern für die Grünliberalen als Kantonsrätin kandidiert und den vierten Ersatzplatz erreicht. Bei den Nationalratswahlen vom 23. Oktober landete sie auf dem ersten Ersatzplatz. Am 6. Mai 2012 ist sie in den Grossen Stadtrat gewählt worden. 

Seit 29. Oktober 2012 ist sie Kantonalpräsidentin der glp.

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