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Kolumne von Jules Gut

11.03.2011

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben

Wechselt CVP-Ständerat Konrad Graber nächstens zu den Grünliberalen?


Mit seinem Votum für die CO2-Abgabe verblüffte der Luzerner CVP-Ständerat Konrad Graber vermutlich nicht allein den grünliberalen Grossstadtrat Jules Gut.

Mit seinem Votum für die CO2-Abgabe verblüffte der Luzerner CVP-Ständerat Konrad Graber vermutlich nicht allein den grünliberalen Grossstadtrat Jules Gut.

Der Ständerat hat klar und deutlich eine CO2-Reduktion von 20 Prozent im Inland beschlossen. Dank Internet sind die Voten der Ratsmitglieder mit einem einfachen Klick nachzulesen. Ich wusste bisher nicht, dass Politik so spannend sein kann. Da will ein gestandener SVP Ständerat eine vollständige Kompensation in der Schweiz, als sei dies das normalste der Welt. Ein abgekämpfter FDP-Jünger der Economiesuisse weigert sich mit all seiner Kraft gegen Auflagen für sein Gewerbe. Er versteht die Welt nicht mehr. Doch am meisten beeindruckt mich Ständerat Graber mit klaren und sehr deutlichen Worten. Liebe CVP Fraktion des Grossen Stadtrates, bitte genau nachlesen!

Was Graber wörtlich sagte 

Graber: «(…) Die Reduktion des CO2-Ausstosses ist für unsere Gesellschaft auch finanziell von Interesse. Wir waren in der Vergangenheit schon oft überrascht, wozu die Wirtschaft bezüglich Innovationskraft und technischen Fortschritts in der Lage war. Auf dieser Welt wäre noch nie etwas Grosses geschaffen worden, wenn am Anfang der Arbeit zuerst die Begründung dafür gestanden hätte, weshalb etwas nicht erreicht werden kann. Der Mensch wäre wohl nie auf dem Mond gelandet, wenn nicht einmal ein amerikanischer Präsident eine entsprechende Zielsetzung formuliert hätte.»

Graber weiter: «(…) Ich sehe es als riesige Chance, in der Schweiz einen Innovationsschub auszulösen. Dieser wird dazu führen, dass wir nicht nur unseren Ressourcenbedarf reduzieren, sondern auch zukunftsträchtige Produktionsverfahren etablieren. Davon profitieren die Wirtschaft, die Industrie und gerade im Gebäudebereich auch sehr viele KMU. Es ist eine Chance für die Schweiz, weil wir damit in Kontakt mit der Spitzengruppe bleiben und Wettbewerbsvorteile aufbauen. Ich erinnere daran: Norwegen, Schweden, Deutschland, Grossbritannien setzen Ziele von 30 bis 40 Prozent. Es ist eine Chance für die Schweiz, weil wir das Image und die Reputation bezüglich Sauberkeit, Gründlichkeit und Hightech bereits besitzen. Wir können, ohne gross zu investieren, tiefhängende Früchte pflücken. Schliesslich ist es eine Chance für die Schweiz, weil wir weltbekannte Botschafter für Cleantech haben - denken wir an das Flugzeug Solar Impulse und Bertrand Piccard. Ich schliesse mit Michail Gorbatschow: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben".»

Solche klaren und deutliche Worte aus dem Mund eines Luzerner CVP Ständerates? Er muss ein Grünliberaler sein!


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Über Jules Gut:

Jules Gut (GLP/Luzern) ist seit 2009 Grossstadtrat, am 6. Mai 2012 kandidiert er wieder.

http://www.julesgut.ch/

Gut-Vorstösse im Grossen Stadtrat:

www.stadtluzern.ch/de/politik/ggr/polgeschaefte/=