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Kolumne von Yannick Gauch

27.08.2012

Industriestrasse: Nach dem klaren Ja vom 17. Juni muss nun am 23. September der logische zweite Schritt folgen

Warum wir JungsozialistInnen der Stadt Luzern die Industriestrasse-Initiative unterstützen und den Verkauf dieses Areal ablehnen.


Mitten im Industriestrasse-Fest vom letzten Samstag (25. August 2012) fegte ein hef-tiger Sturm über das Areal. Er duschte auch Yannick Gauch zünftig ab. Weil das Unwet-ter längere Zeit nicht aufhören wollte, rät-selten manche Leute, was dies wohl mit Blick auf den 23. September bedeuten soll.

Yannick Gauch dazu: «Lieber jetzt tüchtig und kalt geduscht, als am 23. September vom Volk tüchtig in die Wüste geschickt. Wir gewinnen auf jeden Fall.»

Bilder: Herbert Fischer

Am 23. September stimmt die Stadtluzerner Bevölkerung über die Initiative «JA zu einer lebendigen Industriestrasse» sowie über den Verkauf des Industriestrassen-Areals ab. Das Areal an der Industriestrasse ist eines der letzten Grundstücke, welches Eigentum der Stadt Luzern ist.

Aber statt dass an der Industriestrasse (wie vom Volk durch die Annahme der Initiative «Für zahlbaren Wohnraum» am 17. Juni 2012 eigentlich gefordert), kostengünstiger Wohnraum entsteht, will die Stadt unser Tafelsilber verscherbeln.

Die JUSO unterstützt deshalb die Initiative «Für eine lebendige Industriestrasse». Diese Initiative der IG Industriestrasse fordert, dass das Areal im Baurecht an gemeinnützige Wohnbauträger abgegeben wird. Durch den Eigentumserhalt sichert sich die Stadt langfristige Einnahmen und stopft ihr finanzielles Loch nicht nur kurzfristig (wie mit dem Verkauf dieses Areal), sondern auf die Dauer und sie verliert gleichzeitig nicht auch noch die demokratische Kontrolle über diesen städtebaulich-strategisch wichtigen Boden.

Denn in der Stadt Luzern herrscht bekanntlich ein gravierender Mangel an zahlbarem Wohnraum. Dass die Bevölkerung mehr kostengünstige Wohnungen wünscht, hat sie am 17. Juni mit der Annahme der Initiative «Für zahlbaren Wohnraum» deutlich genug bewiesen. 

Die Stadt hat durch die Annahme dieses Volksbegehrens den Auftrag, den Anteil an gemeinnützigen Wohnungen zu erhöhen. Darum kann der einzige logische Schritt in diese Richtung nun nur die Abgabe des Industriestrasse-Areals an gemeinnützige Wohnbauträger sein.

Alternative Projekte für das Areal wären vorhanden gewesen. Im Wettbewerbsprogramm war auch vorgesehen, dass eine Abgabe im Baurecht an gemeinnützige oder andere Bauträger möglich sein soll, was bei einzelnen Projekten, die am Wettbewerb mitgemacht haben, auch vorhanden gewesen wäre. Die Jury hat sich aber für ein Projekt entschieden, welches den Verkauf des Grundstückes voraussetzt. Der Stadtrat folgte mit seinem Entscheid der Jury.

Die JUSO Luzern ist überzeugt, dass es eine der zentralsten Aufgaben der Stadt sein muss, sich für zahlbare und qualitativ hochwertige Wohnungen und Gewerberäume in der Stadt einzusetzen und sich dem Ziel einer soziodemografisch durchmischten Wohnbevölkerung in sämtlichen Quartieren anzunehmen. 

Wohnen in der Stadt darf nicht zum Luxus werden! 

Setzen wir nach dem 17. Juni gemeinsam ein weiteres Zeichen für eine gesunde Stadt- und Bodenpolitik. Stimmen wir am 23. September JA zur Initiative «Für eine lebendige Industriestrasse» und NEIN zum Verkauf das Industriestrassen-Areals!

Yannick Gauch, Luzern


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Über Yannick Gauch:

Yannick Gauch (1994) war von 2011 bis 2014 Präsident der JungsozialistInnen (JUSO) der Stadt Luzern. 2015 hat er die vierjährige Ausbildung zum Grafiker abgeschlossen. Er arbeitet als selbständiger Grafiker. Seit 2020 ist er zusammen mit Kantonsrätin Simon Brunner Co-Präsident der SP Stadt Luzern.

2016 ist er auf der JUSO-Liste in den Grossen Stadtrat gewählt worden, 2020 als SP-Vertreter.

Yannick Gauch auf der Website des Grossen Stadtrates:
http://www.stadtluzern.ch/politikverwaltung/behoerdenmitglieder/173590

Die Website der Firma, deren Mitbesitzer Yanick Gauch ist:
http://www.buerozwoi.ch/