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Kolumne von Monique Frey

13.03.2011

Jetzt Bewilligungsverfahren für Schweizer AKW zu stoppen

Was jetzt in Japan geschieht zeigt deutlich: Atomkraftwerke haben keine Zukunft


Seit Jahren fokussieren die Energiekonzerne auf die Produktion von Strom aus AKW. Die CKW gaben im September 2010 bekannt, dass sie in den nächsten zehn Jahren über 2 Mrd Fr. in Netzinfrastruktur, neue Energien und Produktionsanlagen investieren. 

Wer jetzt hofft, die CKW hätte die Zeichen der Zeit erkannt, irrt. Von den 2 Milliarden sollen rund 1.5 Milliarden Franken für den Ersatz der Kernkraftwerke Beznau und Mühleberg, 700 Mio. Franken für die Versorgungssicherheit in die Netzinfrastruktur und nur 100 Mio. Franken für Neue Energien ausgegeben werden. 

Alternative Energie sträflich vernachlässigt

Wo würde die Technologie für die erneuerbaren Energien wohl heute stehen, wenn in den letzten 40 Jahren so viel wie in AKW in Solar- und Windanlagen, Biomasse- und Holzkraftwerke oder Geothermie gesteckt worden wäre? Die AKW sind nicht nur während der Produktion sehr gefährlich, sondern produzieren Abfall, für welchen in der Schweiz noch kein Endlager gefunden wurde. Ein Endlager, welches für das strahlende Material in den nächsten 10'000 Jahren sicher sein muss. 

Die Wissenschaftler und Ingenieure in Japan, einem hochentwickelten Land, konnten keine auch für ein vorhersehbares Ereignis wie ein Erdbeben sicheren AKW bauen, wie wir nun leider auf die grausamste Art und Weise erfahren müssen. 

Wie sollen da erst Endlager für die nächsten 10 000 Jahre in der Schweiz sicher sein? Atomkraftwerke sind eine veraltete und sehr gefährliche Technologie. Der auf den ersten Blick billige Strom kann nur produziert werden, da die Kosten für den Rückbau und die Endlagerung nicht adäquat verrechnet werden. 

Luzern muss Vorbild werden

Erst recht nicht gedeckt werden die Kosten, die ein GAU - ein grösster anzunehmender Unfall - verursachen würde. Auch ist ein GAU gar nicht versicherbar. Überhaupt: was soll man auch versichern? Wenn das Land rund um die AKW durch einen GAU verseucht wird, kann man es schlicht und einfach nicht mehr bewohnen. Es ist also keine «einfache» Schadensbehebung wie beispielsweise nach einem Hochwasser möglich.

Die Schweizer Energiekonzerne haben ein Bewilligungsverfahren für drei neue AKW eingeleitet. Dieses Verfahren muss abgebrochen und es muss endlich der Fokus auf die erneuerbaren Energien gelegt werden. Auch der Kanton Luzern muss als Vorbild grosse Dach- und Fassadenflächen für Solaranlagen nutzen und in energieeffiziente Gebäudesanierungen investieren.

 


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Über Monique Frey:

Monique Frey (Grüne/Emmen) ist im März 2019 im Wahlkreis Hochdorf wieder als Kantonsrätin gewählt worden. 

Die Website von Kantonsrätin Monique Frey:
www.moniquefrey.ch

Monique Frey auf der Website des Kantonsrates:
www.lu.ch/kr/mitglieder_und_organe/mitglieder/mitglieder_detail