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Kolumne von Pascal Duss

29.08.2020

Luftwaffe ist Teil einer ganzheitlichen Sicherheitspolitik, auch darum muss sie dringend erneuert werden

Nach der (kommunikativ) verpassten Chance bei der «Gripen»-Beschaffung im Jahr 2014 rückt die Gefahr einer fehlenden Luftwaffe sechs Jahre später immer näher: 2030 werden unsere 1978 und 1996 beschafften Kampfflugzeuge, auch bei Optimierung der Verwendungsdauer, schlicht und einfach nicht mehr einsatzbereit sein.


Abermals wurde von der bekennend armeefeindlichen GSoA (Gruppe Schweiz ohne Armee) ein Referendum ergriffen. Standen 2014 noch die Varianten-Diskussion und die rund CHF 10 Milliarden im Vordergrund, gibt es bei der jetzigen Abstimmung weitaus weniger Angriffsfläche. Heute soll mit einer Höchstgrenze von CHF 6 Mrd. ein Budget geschaffen werden, damit fachkundige Gremien über einen für die Schweiz geeigneten Flugzeug-Typ befinden können.

Mangels Argumenten führt die Gegnerschaft nun ins Feld, dass die Beschaffung zu teuer sei und der Luftpolizeidienst auch mit leichten Flugzeugen wahrgenommen werden könne. Eine Luftwaffe hat sich aber auf das ganze Spektrum an Bedrohung auszurichten: Von der Überwachung des Luftraumes, über die Abwendung von Terrorgefahr bis hin zur Duellier-Fähigkeit in der Luft und dem Schutz der Bodentruppen.

So hat sich nicht nur die Luftwaffe, sondern die Armee als Gesamtsystem auf eine ganze Palette an Bedrohungen einzustellen: Von bestimmt stattfindenden Ereignissen wie Cyber-Angriffen und Umweltkatstrophen, bis hin zu Extremfällen, bei welchen wir alle hoffen, dass sie möglichst nicht eintreten. Je länger wir aber in die Zukunft blicken, je ungewisser sind unsere Prognosen.

Vor diesem Hintergrund ist es mehr als fahrlässig zu behaupten, die Schweiz brauche keinen Schutz aus der Luft. Wir versichern uns mit einer moderaten Erhöhung der Armeeausgaben für einen Fall, welcher hoffentlich auch 2030 und die Jahre danach nicht eintreffen wird.

Aber eine Versicherung ist nie gratis: 100 000 Soldatinnen und Soldaten verzichten jährlich auf gewisse Freiheiten, um der Armee und unserem Land zu dienen. Und die Armee kostet etwas. Aber das sollte uns die Sicherheit Wert sein.

Deshalb braucht es ein «JA» zur Beschaffung neuer Kampfflugzeuge. Wir sichern mit dieser Investition den Erhalt der Luftwaffe, komplettieren das «Gesamtsystem Armee» und leisten damit einen langfristigen Beitrag zur bewaffneten Neutralität und Unabhängigkeit unseres Landes.

Pascal Duss, Entlebuch


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Über Pascal Duss

Pascal Duss (1988) ist Bürger von Entlebuch. Er ist ein Ur-Ur-Enkel von Josef Zemp, dem ersten katholisch-konservativen Bundesrat. Nach seinem Studium an der Universität Bern (M.A. Business and Law) arbeitete er als Jurist in Bern, Luzern und Zug und war als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Zürich tätig (schweizerisches Unternehmenssteuerrecht und internationales Steuerrecht). Heute arbeitet er bei der CPH Chemie + Papier Holding AG in Perlen.

Pascal Duss war 2009 bis 2019 Präsident der FDP.Die Liberalen Entlebuch. Daneben engagiert er sich in diversen ehrenamtlichen Ämtern in seiner Heimatregion, dem Entlebuch. Im Militär ist der Hauptmann Kommandant einer Infanterie-Stabskompanie.