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Kolumne von Marcel Budmiger

30.04.2013

Die 1. Mai-Feier war und ist immer auch eine Plattform für unterschiedliche Meinungen und Temperamente

Morgen Mittwoch veranstaltet der Luzerner Gewerkschaftsbund seine traditionelle Feier zum 1. Mai. Wir freuen uns, wenn den Tag der Arbeit mit uns GewerkschafterInnen auch Leute feiern, die - noch - nicht in unseren Reihen aktiv sind. Denn die 1. Mai-Feier war und ist nie eine «geschlossene Gesellschaft», sondern stets eine Plattform für unterschiedliche Meinungen und Temperamente. Und erst recht ein Treffpunkt zum Zweck des Diskutierens und Zusammenseins, selbstverständlich bei guter Stimmung, Speis und Trank.


Lautstark verkündete Kampfparolen sind das eine, schwindende Mitgliederzahlen das an-dere: Haben die Gewerkschaften so Vieles erreicht, dass die Nutzniesser ihrer Erfolge ihren Sinn nicht mehr erkennen und nicht einsehen, warum sie sie unterstützen soll-ten? Dieser interessanten These ging am 29. April das Wirtschaftsmagazin Eco von SRF1 nach (siehe dazu auf dieser Seite unter «Links»).

Bild: Herbert Fischer

Unsere Botschaften zum 1. Mai 2013 umreisst unser Aufruf:

Fern von Fairness: Einkommen und Vermögen sind in unserem Land äusserst ungerecht verteilt. Oben prasst eine selbsternannte Elite von Abzockern. Sie predigen den reinen Markt und meinen damit mehr eigenen Reichtum. Unten und in der Mitte wird der Druck auf die Einkommen immer stärker. Eine Lehre garantiert keinen guten Lohn mehr: Ein Drittel aller Tieflohnbezüger verfügt über einen Lehrabschluss. Frauen werden weiterhin diskriminiert und verdienen im Schnitt 18 % weniger als Männer. 

Das muss ändern. Wir haben wirksame Vorschläge. Etwa die Mindestlohninitiative. Oder die 1:12-Initiative. Diese Initiativen wollen faire Löhne, überall in der Schweiz. Für alle, die arbeiten. Die Mindestlohninitiative garantiert allen für Vollzeit-Pensen mindestens 4‘000 Franken pro Monat. Über 400‘000 Menschen, davon 300‘000 Frauen, werden mehr Geld zum Leben haben. Dies ebnet auch den Weg zur Lohngleichheit. 

Extreme Ungleichheit gibt es auch im Alter. Den reichen Alten stehen viele Pensionierte gegenüber, die jeden Franken zweimal umdrehen müssen, bevor sie ihn ausgeben. Die bürgerlichen Parteien blenden diese Wirklichkeit jedoch konstant aus. An der Leine von Economiesuisse drohen sie weiterhin mit Rentenabbau. Das Wort dafür – „Schuldenbremse“ – ist so alt wie die Gesinnung dahinter: Entsolidarisierung und sozialer Wildwest. 

Das muss ändern. Wir haben wirksame Vorschläge.
 Etwa die AHVplus-Volksinitiative. Sie verlangt einen Zuschlag von 10 % für alle AHV-Renten. Sie will bessere Renten, überall in der Schweiz. Jahrelang mussten wir, im Trommelfeuer der Neoliberalen, nur gegen Abbau antreten. Aber jetzt wollen wir nicht nur das Schlimmere verhindern, jetzt wollen wir das Bessere erreichen. Bessere Renten mit AHVplus. 

Kundgebung mit Regierungsrätin Yvonne Schärli
Als Hauptrednerin im Anschluss an den traditionellen Demonstrationszug durch die Stadt tritt SP-Regierungsrätin Yvonne Schärli auf. Daneben gibt es ein reichhaltiges gastronomisches, politisches und kulturelles Rahmenprogramm im Festzelt, an den Ständen und auf der Bühne. Für die musikalische Untermalung sorgt eine breite stilistische Palette an Luzerner Bands. 

Das ist unser Programm für morgen Mittwoch, 1. Mai auf dem Kapellplatz in Luzern:
Ab 11.00 Uhr:         Festzelt mit Essen Trinken und Politik
17.00 Uhr:              1. Mai-Demonstrationszug mit Kurzansprachen
18.15 Uhr:              Ansprache von Regierungsrätin Yvonne Schärli
ab 18.30:                Diverse Konzerte auf der Bühne mit 
18.45 Uhr:              Mala & FyrMoon
19.30 Uhr:              The Nozes
20.20 Uhr:              Marash & Dave
21.10 Uhr:              Shady & the Vamp

Es lebe der 1. Mai!

Marcel Budmiger, Geschäftsführer des Luzerner Gewerkschaftsbundes (LGB), SP-Grossstadtrat, Luzern


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Über Marcel Budmiger:

Marcel Budmiger (*1980) hat an der Universität Bern das Studium der Politikwissenschaften mit dem Lizentiat abgeschlossen. Er arbeitet als Geschäftsleiter des Luzerner Gewerkschaftsbundes (LGB). Von 2010 bis 2014 war er SP-Grossstadtrat, seit 2013 ist er Kantonsrat. Daneben engagiert er sich beim Luzerner Mieterinnen- und Mieterverband, dem Schweizerischen Arbeiter Hilfswerk (SAH) Zentralschweiz sowie bei der Kontakt- und Beratungsstelle für Sans-Papiers Luzern.

Vorstösse von Marcel Budmiger im Grossen Stadtrat:
http://www.stadtluzern.ch/de/politik/ggr/polgeschaefte/?uz=MARCEL

Mehr über Marcel Budmiger als Kantonsrat:
www.lu.ch/Suchen=

Die Website von Marcel Budmiger:
marcelbudmiger.ch