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24.07.2018

srf.ch - Massengrab Mittelmeer: das Ende der Menschlichkeit?

Private Hilfsorganisationen werden beschuldigt, auf dem Mittelmeer die Handlanger der Schlepper zu sein. Italien lässt ihre Schiffe deshalb nicht mehr in seine Häfen einlaufen. Haben wir die Pflicht, Flüchtlinge aus Seenot zu retten? Oder wird so alles nur noch schlimmer?


Die Flüchtlingskrise spitzt sich erneut zu. Schauplatz dieses Mal: das Mittelmeer. Seit Wochen sind Rettungsboote und Flugzeuge von privaten Hilfsorganisationen konfisziert. Auch Schweizer Flüchtlingshelfer sind davon betroffen. Die Vorwürfe: die privaten Retter würden sich nicht an die Regeln halten, zu nahe an die libysche Küste fahren und so den Schleppern in die Hände spielen.

Weil diese wüssten, dass die Helfer bereitstünden, könnten sie schlechte Boote einsetzen und diese mit wenig Benzin losschicken. Die Retter kontern: Menschenleben retten sei Pflicht. Dürfen Private einspringen, wenn die Regierungen versagen?

Wie organisieren sich die Schlepper? Was leisten Private? Und was müsste sich grundsätzlich ändern an der europäischen Flüchtlingspolitik?

Barbara Lüthi (Leitung) diskutiert im «Club» am Dienstag, 24. Juli 2018 um 22:20h mit folgenden Gästen: Fabio Zgraggen, Pilot bei der Humanitären Piloten Initiative; Nina Gassmann, freiwillige Helferin auf dem Mittelmeer; Philipp Müller, Ständerat FDP/AG; Yohannes Yemane, Mittelmeerflüchtling; Beat Stauffer, Maghreb-Experte; Jürg Martin Gabriel, emeritierter Professor für internationale Politik und Betreiber der Website Blue Border.

(red)