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Kolumne der Redaktion

24.09.2019

3000 Leute am Fest gegen die Spange Nord - jetzt ist der Regierungsrat am Zug

Die Gegenbewegung Spange Nord zieht eine äusserst erfreuliche Bilanz hinsichtlich des Spange-NO-Fests. Bei schönstem Wetter am beliebten Schweizerhofquai beim Pavillon besuchten über die ganzen 10 Stunden gegen 3000 Menschen unseren Kulturanlass. Wir durften auch auf die Unterstützung von namhaften Künstlerinnen und Künstlern zählen, die dem Anlass zusätzliche Attraktivität verliehen.


Bilder: GegenBewegung Spange Nord / Matthias Jurt.

www.matthiasjurt.ch

So trat zum Beispiel Heidi Happy erstmals mit ihrem Miniorchester live auf. Die einzelnen Auftritte wurden jeweils von mehreren hundert Besuchern und Besucherinnen verfolgt. Gleichermassen anziehend waren die spannenden Diskussionsbeiträge von Politikern und Expertinnen und Experten im Rahmen der Polittalks, die zwischen den Konzerten stattfanden. Verschiedene Verpflegungsstände waren schon weit vor 22 Uhr ausverkauft.

Jetzt sind Visionen und Mut vom Luzerner Regierungsrat gefragt.

Die zahlreichen Verkehrsfachleute am Politpodium wiesen einmal mehr darauf hin, dass die geplante, bereits voreilig ins Regierungsprogramm aufgenommene, Spange Nord ein völlig veraltetes und unzeitgemässes Projekt ist, das dem Planungsgeist der 1970er Jahre verpflichtet ist.

•    Wir erwarten vom Luzerner Regierungsrat eine Mobilität-Vision, die zukunftsweisend ist und auch «smartes» Mobilitätsverhalten berücksichtigt.
•    Wir erwarten vom Luzerner Regierungsrat eine fortschrittliche Verkehrspolitik, die die gegenwärtige Klimadiskussion und der Forderung nach einer CO2 -Reduktion einschliesst.
•    Wir erwarten vom Luzerner Regierungsrat eine differenzierte Darlegung der Varian-tenprüfung wie auch klare Argumentente zum gesamtheitlichen Verkehrskonzept, das auch den aktuellen, verkehrsplanerischen Erkenntnisstand abbildet.

Wir spüren eine wachsende Unterstützung gegen die Spange Nord nicht nur von der betroffenen Bevölkerung, sondern auch von weiteren, grossen Teilen einer besorgten Bevölkerung, die Massnahmen gegen die Klimaerwärmung will und definitiv keine neuen Strassen, die mehr Verkehr bringen. Wir haben auch wichtige Umweltverbände samt ihren Experten und Expertinnen hinter uns, die uns bestärken und mit Fachwissen und wichtigen Argumente beliefern.

Wir stellen uns der Fachdiskussion und fordern den Regierungsrat auf, endlich mit uns in den versprochenen Dialog zu treten und sich vor Ort anzuschauen, welche fatalen Auswirkungen dieses Projekt hat!

Es ist nie zu spät für einen Neuanfang in der Verkehrspolitik! Wir wün-schen dem Regierungsrat in dieser Sache mehr Visionen und mehr Mut. Wir liefern ihm da-für die Argumente!

Felix Kaufmann, Mediensprecher GegenBewegung Spange Nord, Luzern


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/