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Kolumne der Redaktion

11.02.2019

Erinnerungen an Werner Fritschi (1)

Der Luzerner Publizist Werner Fritschi, der am 6. Februar im 83. Altersjahr gestorben ist, war eine Persönlichkeit, die wegen ihrer Fachkompetenz, Unabhängigkeit und Geradlinigkeit viel Respekt und Sympathie genoss.


lu-wahlen.ch fragte Leute, die ihm begegnet sind, woran sie sich erinnern. Als Erster äussert sich Pius Segmüller, weitere Stimmen folgen. Siehe auch unter «In Verbindung stehende Artikel».

(red)

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Ich lernte Werner Fritschi etwa anfangs der Siebziger Jahre kennen, als er noch bei der Caritas arbeitete. Etwas später gründete er am Mühlenplatz den Beratungsdienst Jugend und Gesellschaft. Er interessierte sich dafür, wie junge Leute über die Gesellschaft dachten und so führten wir zusammen viele interessante Gespräche; vor allem auch über die Armee, in der ich damals meine Offizierslaufbahn startete.

Er war ein guter und aufmerksamer Zuhörer, der andere Meinungen hören und nicht korrigieren wollte.

Als ich 2002 als Kommandant der Schweizergarde nach Luzern zurückkam und Kommandant der Stadtpolizei wurde, suchte er erst recht wieder das Gespräch mit mir. Er war zweifellos gläubig, aber auch kritisch gegenüber der Weltkirche, speziell gegenüber dem Vatikan und den lokalen Kirchen. 

Er lernte mich wie wichtig es ist, sich mit anderen Meinungen vorurteilslos und tolerant auseinanderzusetzen. Es liebte das Leben, gutes Essen und guten Wein – vor allem auch gute Gespräche. Das beeindruckte mich, weil es zeigte dass er sich nicht einfach in seinen Themen verbiss, sondern das Leben zu geniessen wusste. 

Werner Fritschi erinnerte mich immer wieder an den grossen griechischen Philosophen Sokrates, der Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen geführt hatte, seine Erkenntnisse aber nicht aufschrieb. Werner Fritschi hingegen zog aus unzähligen Gesprächen seine Schlüsse, kommentierte sie und vermittelte sie in Büchern, Vorträgen und Medienauftritten weiter.

Für mich ist er zu einer eigentlichen Instanz und zu einem Freund geworden. 

Pius Segmüller, ehemaliger Kommandant Schweizer Garde und alt CVP-Nationalrat, Luzern


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/