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Kolumne der Redaktion

21.11.2017

140 Leute besuchten TCS-Verkehrskonferenz

Die verkehrsmässige Erreichbarkeit und Anbindung Luzerns war Thema der TCS-Verkehrskonferenz 2017. In einem dieser Konferenz Bericht schneidet Luzern gegenüber anderen Städten aktuell gut ab. Die Diskussion zeigte aber, dass die Wahrnehmung eine andere ist.


Präsident der TCS-Sektion Waldstätte ist FDP-Nationalrat Peter Schilliger (Udligenswil).

Bild: Herbert Fischer

Das Gebiet um den Bahnhof Luzern ist ein wichtiger Verkehrsknoten. Eine gute Erreichbarkeit des Bahnhofgebiets für alle Verkehrsträger ist von zentraler Bedeutung. In Luzern geht der Trend in eine andere Richtung. Daher stellte die Sektion Waldstätte die Erreichbarkeit und Anbindung des Bahnhofgebiets Luzern ins Zentrum der 7. TCS-Verkehrskonferenz vom gestrigen Montagabend (20. November) in der Messe Luzern. Das Interesse war so gross wie noch nie. Über 140 Personen aus Wirtschaft und Politik besuchten die Veranstaltung. 

Luzern im Städtevergleich auf Rang 1

Zu Beginn der TCS-Verkehrskonferenz stellte der Verkehrs- und Transportberater Thomas Schmid einen Bericht vor. Untersucht wurden die Erreichbarkeit und die Anbindung von verschiedenen Schweizer Städten. Sein Fazit: «Bei der Erreichbarkeit des Bahnhofgebiets schneidet Luzern im direkten Städtevergleich mit Lausanne, Winterthur, St. Gallen und Lugano in den meisten Kriterien auf Rang 1 ab.» Schmid bewertet die Erreichbarkeit des Verkehrsknotens Bahnhof Luzern aktuell als gut, ausser zur Hauptverkehrszeit auf den Strassen: «Dann ist die Strasse überlastet und es kommt zu instabilen Situationen und zu Staus.» Ein Blick in die nähere Zukunft zeige aber, dass die Erreichbarkeit leiden könnte, etwa durch den Abbau von Carparkplätzen oder die fehlende Nähe zu Fernbus-Haltestellen. Zur Verbesserung der Erreichbarkeit gebe es zahlreiche Ansätze. «Die Agglomerationsgemeinden müssen in die Konzeption der Lösungen eingebunden werden», so Schmid. 

Diskussion mit Kritik aus Emmen

Die Ergebnisse des Berichts bildeten die Ausgangslage für die Podiumsdiskussion. Unter der Leitung von Jérôme Martinu, Chefredaktor der Luzerner Zeitung, diskutierten FDP-Regierungsrat Robert Küng (Willisau), SP-Stadtpräsident Beat Züsli (Luzern), SVP-Gemeinderat, Unternehmer und Kantonsrat Urs Dickerhof (Emmen) und René Kamer, Vizepräsident des Verwaltungsrates der Luzern Tourismus AG und Geschäftsführer von RailAway (Luzern). Es würden nicht nur Fakten zählen, sondern auch die subjektive Wahrnehmung, erinnerte Martinu eingangs der Diskussion. Diesen Ball nahm Urs Dickenhof auf und kritisierte die Verkehrspolitik der Stadt: «Luzern denkt nicht regional und verlagert die Probleme. Wir ertrinken im Verkehr.» Stadtpräsident Züsli konterte den Vorwurf: «Abschottung ist nicht das Ziel der Stadt, sondern die Erreichbarkeit.» Auch die Grossprojekte Durchgangsbahnhof und Bypass mit Spange Nord gaben zu reden. Robert Küng brachte dabei die kantonale Sicht ein und wies auf die Bedeutung für die ganze Region hin: «Die Spange Nord ist ein wesentlicher Bestandteil zur Entlastung von Stadt und Agglomeration.» In der Diskussion wurde klar, dass zwischen Stadt und Kanton noch kein Konsens bei der Spange Nord besteht. Bezüglich Durchgangsbahnhof brauche es visionäres Denken, sagte René Kamer: «Wir müssen bei grossen Bildern bleiben und Schritt für Schritt vorwärts gehen.»

TCS freut sich über grosses Interesse

Die TCS-Verkehrskonferenz war von der Sektion Waldstätte organisiert worden. Geschäftsführer Alexander Stadelmann freute sich über das grosse Interesse: «Wir sind mit Anmeldungen überhäuft worden und mussten zahlreichen Personen absagen. Das zeigt, dass wir mit dem Thema den Nagel auf den Kopf getroffen haben.» Der TCS versteht sich als konstruktiver, aber auch kritischer Partner bei Mobilitätsfragen. Die Durchführung der TCS-Verkehrskonferenz ermöglicht den Diskurs und gibt aktuellen Mobilitätsthemen eine Plattform.

(Dies ist eine Medienmitteilung der TCS-Sektion Waldstätte)


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/