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Kolumne der Redaktion

18.09.2017

Kanton Luzern könnte seine Holzvorräte viel besser nutzen

Am Freitag und Samstag (15. / 16. September), anlässlich der Tage des Schweizer Holzes, drehte sich bei der Tschopp Holzindustrie AG in Buttisholz alles ums Thema Holzenergie.


Den Auftakt machte am Freitagabend Regierungsrat Robert Küng (FDP / Willisau) der sagte: «Wir haben nach wie vor hohe Holzvorräte im Luzerner Wald und nutzen aktuell nur und 70 Prozent.» 100 000m3 oder die Menge von 4000 mit Holz beladenen LKWs könnten es mehr sein. Dieses nachhaltig verfügbare Holz soll mit professionellen Strukturen im Wald, mit effizienten Abläufen und Verfahren sowie mit neuen Holzanwendungen genutzt werden. 

Mit der Holznutzung werde der Wald verjüngt und gleichzeitig könne auch ein Beitrag zur Energiewende geleistet werden, was sich in Bezug auf die Holzenergie auch wirtschaftlich lohne: «Von 100 in die Holzenergie investierten Franken fliessen 50 in die Region, 45 in die restliche Schweiz und nur 5 Franken ins Ausland», rechnete der Regierungsrat vor. Bei der Nutzung von fossilen Energieträgern gingen dagegen bis zu 74 Franken ins Ausland. 

Eindrückliche Beispiele von Holzenergieanlagen

Gastgeber Daniel Tschopp erläuterte anhand seines Holzkraftwerkes, wie sein Unternehmen nicht nur Kosten einspare, sondern sogar aus dem erzeugten Strom Gewinn erwirtschaften könnte. Verschiedenste Anwendungsfelder von mobilen Pelletsanlagen zeigte Marc Kallen, Geschäftsführer der Suter Entfeuchtungstechnik auf. Eindrücklich ist das Beispiel des Lauberhornrennens, an dem 120 Tonnen CO2 eingespart werden konnten, indem die Festzelte mit Holzpellets beheizt wurden. Auch gross in Szene gesetzt wird die Holzenergie im Campus Sursee, wo bereits seit Herbst 2008 mit Holzhackschnitzeln aus dem Luzerner Wald geheizt wird. So erläuterte Campus Direktor Daniel Suter, dass mit den baulichen Erneuerungen, unter anderem dem Neubau der Schwimm- und Sporthalle, auch der Energiebedarf grösser würde, aber dies könne mit der bestehenden Holzschnitzelanlage problemlos abgedeckt werden. 

Mit Holzenergie Emotionen wecken  

Max Binder, bis diesen Sommer Präsident von WaldSchweiz und ehemaliger Nationalrat (SVP ( ZH), erklärte in der anschliessenden Podiumsdiskussion unter der Leitung von Melanie Brunner-Müller, dass Energieholz auf keinen Fall mit Abfallprodukten aus dem Wald gleichzusetzen sei. Dies sei ein wichtiges Produkt der Holzindustrie und der Schweizer Wald könne noch viel intensiver genutzt werden, als dies momentan der Fall sei. Daniel Tschopp betonte, dass sich die Holzenergie verstärkt mit Emotionen verkaufen müsse – nur so könne man die Begeisterung der Kundschaft wecken. Seien die Anlagen dann installiert und liefen einwandfrei, lasse sich dies in der Öffentlichkeit kommunizieren, im Sinne von «tue Gutes und sprich darüber». So waren sich die Podiumsteilnehmer einig, dass die Holzenergie diese Aufgabe noch verstärkt und mit Leidenschaft tun könne. 

Der Verein PROHOLZ Lignum Luzern zeichnet sich im Kanton Luzern für die Basispromotion von Holz verantwortlich. Die primären Aufgaben von PROHOLZ Lignum Luzern sind.

. Holz als Bau- und Werkstoff sowie als Energieträger und die Holzbranche als Ganzes werden gefördert.

. Promotionsprojekte und Dienstleistungen werden entwickelt, realisiert und angeboten, welche im engeren und im weiteren Umfeld der Branche und der Förderung von Holz dienen..

. Die Wertschöpfungskette Holz wird nach innen gefördert und gestärkt. 

. Es wird auf ein politisches Umfeld hin gearbeitet, welches dem Holz und den beteiligten Branchen positiv gestimmt ist

(Dies ist eine Medienmitteilung) 


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/