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Kolumne der Redaktion

21.07.2017

Neue Nationalhymne: Wie die SGG der Luzerner CVP antwortet

Obschon sie - eigentlich - nicht auf öffentliche Stellungnahmen gegen den neuen Text für die Nationalhymne reagiert, bedauert die SGG, «dass einige Exponenten der Schweizer Wertepartei sich gegen den neuen Hymnentext sträuben, obwohl der Text genau die von der CVP geförderten traditionellen und zentralen Werte der Schweiz besingt».


Dies schreibt die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) als Antwort auf eine heutige Medienmitteilung der CVP (siehe unter «In Verbindung stehende Artikel»).

Diese Medienmitteilung hat folgenden Wortlaut:

Die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) reagiert nicht auf öffentliche Stellungnahmen gegen den vorgeschlagenen neuen Hymnentext.

Die SGG bedauert, dass einige Exponenten der Schweizer Wertepartei sich gegen den neuen Hymnentext sträuben, obwohl der Text genau die von der CVP geförderten traditionellen und zentralen Werte der Schweiz besingt.

Gleichzeitig ist die SGG froh, dass der Widerstand gegen den vorgeschlagenen neuen Hymnentext in der Kantonalen Partieleitung von Luzern nicht repräsentativ ist für die gesamte CVP. Im Unterstützungs-Komitee für den neuen Hymnentext engagieren sich landesweit renommierte CVP-Vertreterinnen und Vertreter, unter anderem die ehemalige Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold, der frühere CVP-Generalsekretär Iwan Rickenbacher, der frühere Luzerner Regierungsrat Toni Schwingruber sowie die früheren Nationalräte Guido A. Zäch und Pierre Kohler.

Ruth Metzler-Arnold schreibt in ihrem Statement auf der Webseite www.nationalhymne.ch: «Der neue Hymnentext nimmt die Werte, die wir in der Schweiz leben und für welche ich einstehe, gekonnt auf: Eigenständigkeit, Unabhängigkeit, Freiheit und Solidarität. Der neue Text ist vielsagender als die aktuelle Landeshymne und trägt unserer Vielfalt ausgezeichnet Rechnung. Ich habe den neuen Text am 1. August 2016 auf dem Rütli mit grosser Freude und Überzeugung gesungen.»

Die SGG ist auch dankbar, dass der Bundesrat in den letzten drei Jahren die Idee eines neuen Hymnentextes mehrmals als legitime Initiative der Zivilgesellschaft bezeichnet hat. Am 19.2.2014 antwortete der Bundesrat auf eine Motion: «Die Nationalhymne war seit ihrer Einführung 1961 umstritten. Es gab darum in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Anläufe zu einer Überarbeitung der Landeshymne. Der Bundesrat versteht diese Anregungen als konstruktiven Beitrag engagierter Bürgerinnen und Bürger. Aus Sicht des Bundesrates ist das Vorgehen der Schweizerischen gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) nicht zu beanstanden.»

Am 19.11.2014 antwortete der Bundesrat auf eine Interpellation: «Es gibt keine Rechtsgrundlage, welche den sogenannten "Schweizerpsalm" als Hoheitszeichen oder Staatssymbol der Schweiz schützt. Der von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) ausgeschriebene Wettbewerb verletzt darum geltendes Recht nicht.» Und letztmals äusserte sich der Bundesrat am 16.11.2016 auf eine Motion: «Der Bundesrat kann in den Bemühungen der SGG um eine neue Nationalhymne kein illoyales Verhalten erkennen.»

Lukas Niederberger, Geschäftsführer der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft, Zürich


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/