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Kolumne der Redaktion

11.05.2017

Zwölf Frauen und elf Männer als neue Polizisten vereidigt

SVP-Regierungsrat Paul Winiker hat heute Donnerstag (11. Mai) vor der Jesuitenkirche zwölf Polizistinnen und elf Polizisten vereidigt und ins Polizeikorps aufgenommen. Was er ihnen aus diesem soeben Anlass sagte, ist hier zu lesen.


Die Vereidigung der 23 neuen Luzerner PolizistInnen fand heute Mittwoch (11. Mai) vor der Jesuitenkirche...

... und damit direkt an der Reuss statt.

Unter den Gästen waren neben Vertretern des Kantons, seines Parlaments und seiner Gerichte viele Angehörige der zwölf Frauen und elf Männer, die ihre Polizeiausbildung an der Interkantonalen Polizeischule in Hitzkirch und bei der Luzerner Polizei absolviert haben, nachdem sie zuvor eine Berufsausbildung oder die gymnasiale Matura abgeschlossen hatten.

Das Spiel der Luzerner Polizei unter der Leitung von Thomas Hauri umrahmte die Feier mit schmissigen Märschen, aber auch lockeren Melodien und intonierte zum Abschluss die Nationalhymne.

Erstmals haben mehr Frauen als Männer den Amtseid abgelegt.

Justiz- und Sicherheitsdirektor Paul Winiker (SVP) bedankte sich bei den jungen PolizistInnen, dass sie sich für den Dienst an der Allgemeiheit entschieden haben.

Einzeln legten die zwölf Frauen ...

... und elf Männer vor dem Sicherheitsdirektor den Amtseid ab.

Bilder: Herbert Fischer

Geehrte Absolventinnen und Absolventen der Polizeischule, liebe Angehörige, sehr geehrter Herr Kantonsratspräsident, sehr geehrte Kantonsrätinnen und Kantonsräte, sehr geehrter Herr Kantonsgerichtspräsident, sehr geehrter Herr Oberstaatsanwalt, sehr geehrter Herr Polizeikommandant, geschätzte Gäste aus Justiz und Verwaltung, meine Damen und Herren

Sie haben es der Reihenfolge meiner Begrüssung entnommen: Die wichtigsten Personen am heutigen Anlass sind sie, geschätzte Absolventen der Polizeischule. Mit ihrer Vereidigung werden sie heute offiziell ins Korps der Luzerner Polizei aufgenommen. Für sie ist das ein Ehrentag, auf den sie zur Recht stolz sein dürfen. Und alle anderen Gäste dürfen heute einen Freudentag begehen. Denn wir dürfen gemeinsam erleben, wie junge, gutausgebildete, vor allem aber hoch motivierte Menschen sich in den Dienst unseres Staates stellen – zur Sicherheit unseres Staates. 

Geschätzte Absolventinnen und Absolventen: Ich erachte ihren Schritt als nicht selbstverständlich. Im Gegenteil: Ihr Schritt verdient Hochachtung. Denn sie haben sich vor einiger Zeit grundsätzliche Überlegungen über ihr Leben angestellt und abschliessend den Entscheid gefällt, den Polizeiberuf zu erlernen. Für viele von ihnen war es bestimmt nicht einfach, diesen Entscheid zu fällen. Denn sie wussten, dass sie eine harte und intensive Ausbildung absolvieren werden, um in diesen besonderen Beruf einzusteigen. Eine Ausbildung, die ebenso viele Entbehrungen von ihnen abverlangen wird. Zunächst in der Polizeischule und dann später in der täglichen Berufspraxis. 

Trotzdem haben sie sich für diesen Schritt entschieden. Mehr noch: Sie haben die strengen Aufnahmeprüfungen geschafft und schliesslich auch die anspruchsvolle polizeiliche Berufsausbildung mit Erfolg abgeschlossen. Dazu gratuliere ich ihnen ganz herzlich.

Nun erfolgt der nächste Schritt: Sie werden vereidigt. Damit erteilt ihnen der Staat einen ganz besonderen Vertrauensbeweis. Eine Auszeichnung, die ausschliesslich nur Polizisten, also ihnen, zuteil wird. Mit der Vereidigung übernehmen sie jedoch nicht nur Pflichten, sie übernehmen auch Verantwortung. Der Staat, und damit meine ich alle Bürgerinnen und Bürger in unserem Kanton, erteilt ihnen das Vertrauen, dass sie für die Pflege von Sicherheit und Ordnung einstehen werden. In guten wie auch in schwierigen Zeiten. Die Vereidigung ist somit ein Vertrauensbeweis in ihre Person, in ihr Wissen, in ihr Können und in ihre Leistungsbereitschaft.

Meine Damen und Herren, jeder Einzelne von Ihnen stellt ab jetzt eine Vertrauensperson für die Menschen in unserem Kanton dar. Als äusseres Zeichen dafür tragen Sie die Uniform der Luzerner Polizei.

Ich betone, äusseres Zeichen. Viel wichtiger als die Uniform ist die Person, deren Charakter und Motivation, welche diese Uniform ausfüllt. Eine Polizistin, ein Polizist ist mehr als eine bedienstete Person, welcher mit seiner Uniform den Staat gegen aussen repräsentiert.

Eine Polizistin, ein Polizist ist für viele Menschen eine Person mit Vorbildcharakter. Er ist für viele Bürgerinnen und Bürger der erste Bezugspunkt zum Staat. Also zu unserer wichtigsten Institution, welche uns allen Recht, Ordnung und Sicherheit garantiert.

Gerade Recht, Ordnung und Sicherheit bilden die Grundlage unserer Gemeinschaft, unseres Staates. Die Pflege der Sicherheit garantiert das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Ohne Sicherheit gibt es keinen Wohlstand, keine Prosperität.  Sie als Polizistin, als Polizist, sind mit dieser Pflege betraut. Sie übernehmen einen eminent wichtigen Auftrag.

Ihr Vorbildcharakter beschränkt sich jedoch nicht nur auf die tägliche Arbeit. Auch in Ihrem privaten Umfeld, in der Familie, und in ihrem Bekanntenkreis wird man auf Ihr vorbildliches Denken und ihre vorbildliche Handlungsweise schauen.

Sie sind ab jetzt eine Person mit einem besonderen Status, welche auch ohne Uniform Verantwortung trägt. Nutzen Sie den Respekt, den man Ihnen entgegenbringt, um das Vertrauen in sie als Person und somit in unseren Staat zu festigen. 

Unsere Gesellschaft braucht mehr denn je Menschen wie Sie, denen man vertrauen kann, auf die man als Vorbild schauen kann.

Meine Damen und Herren, Sie übernehmen nun freiwillig eine ganz besondere Verantwortung. Alle Einwohnerinnen und Einwohner in unserem Kanton, gleich welchen Berufsstandes und gleich welcher Funktion, sind ihnen für ihren Schritt zum Dank verpflichtet.

Für mich als Vorsteher des Justiz- und Sicherheitsdepartementes ist es eine grosse Genugtuung zu wissen, dass wir heute 23 junge und motivierte Frauen und Männer in unseren Dienst aufnehmen dürfen. Besonders freut mich, dass sich 12 Frauen zu diesem Beruf entschieden haben. Sie bilden die Mehrheit an der heutigen Vereidigung. Und ich meine, auch das ist ein starkes Zeichen.

Ihnen allen wünsche ich auch im Namen der Luzerner Kantonsregierung Freude und Befriedigung in ihrer zukünftigen Berufsarbeit. 

An dieser Stelle gehört auch der Dank an die Angehörigen der jungen Polizeikräfte, an Eltern, Partnerinnen, Partner, Freunde und Bekannte. Sie haben im Hintergrund grossartige Arbeit geleistet, dass diese jungen Menschen ihr Berufsziel erreicht haben.

Geschätzte Absolventinnen und Absolventen: 

Sie steigen jetzt in einen Beruf ein, der nicht bloss ein Job ist, sondern ein Beruf, den Sie – und nur Sie – aus Ihrer inneren, ganz persönlichen Berufung gewählt haben.

Dafür danke ich Ihnen.

Ich wünsche Ihnen auf Ihrer zukünftigen Berufslaufbahn viele gute Momente, Freude und Befriedigung. 

Und für heute einen freudvollen Tag im Kreise ihrer Angehörigen.

Regierungsrat Paul Winiker (SVP), Justiz- und Sicherheitsdirektor des Kantons Luzern


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/