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Kolumne der Redaktion

20.04.2017

Tag der Arbeit steht unter dem Motto: «Zukunft für alle – sozialer, gerechter»

Die «Rentenreform 2020», wie sie vor wenigen Wochen in Bundesbern verabschiedet worden ist, ist eines der Kernthemen der 1. Mai-Feier 2017 in Luzern. Sie findet ab 11h auf dem Kapellplatz statt. Der Luzerner Gewerkschaftsbund hat zum Tag der Arbeit seinen traditionellen Aufruf veröffentlicht.


Die Gewerkschaft VPOD spielte und spielt in der 127-jährigen Geschichte des 1. Mai immer eine zentrale Rolle. Sie vereint die Arbeitnehmenden des Service public. Dieses Bild entstand am 1. Mai 2013 in Luzern vor der Franziskanerkirche.

Bild. Herbert Fischer

Das Plakat des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) zum Tag der Arbeit 2017.

Viele Arbeitnehmende machen sich Sorgen. Um ihren Job. Die Arbeitslosigkeit sinkt nur langsam und verharrt auf einem für die Schweiz sehr hohen Niveau. Besonders betroffen sind ältere Arbeitnehmende. 

Viele Arbeitnehmende machen sich Sorgen. Um ihren Lohn. Noch immer gibt es viel zu viel Dumping. Die Lohnerhöhungen der letzten Jahre fielen schwach aus. Zudem wurden sie sofort von den ständig steigenden Krankenkassenprämien weggefressen. 

Viele Arbeitnehmende machen sich Sorgen. Um ihre künftige Rente. Sie blicken zu Recht mit Sorgen auf ihre Pensionierung. Denn ohne Gegenmassnahmen gibt es für künftig tiefere Renten.

Wir Gewerkschaften kämpfen. Wir haben mitgeholfen, die fremdenfeindliche Durchsetzungsinitiative und die Unternehmenssteuerreform III abzuschmettern. Doch wir wollen nicht nur abwehren, sondern die Schweiz mitgestalten. Sozialer. Gerechter. Ökologischer. 

Etwa in der Altersvorsorge. Gegen den erbitterten Widerstand von rechts setzten wir erstmals seit 42 Jahren eine Erhöhung der AHV-Renten durch. Teilzeitarbeit wird in der 2. Säule besser versichert, die Rentenungleichheit zwischen Männern und Frauen eingeebnet. Ältere Arbeitslose werden nicht mehr aus der Pensionskasse ausgeschlossen, sondern haben künftig einen Rentenanspruch.

Die Altersvorsorge 2020 ist ein Kompromiss. Das höhere Frauenrentenalter ist ein klarer Rückschritt. Ebenso der tiefere Umwandlungssatz. Diesmal wird die Rentensenkung aber ausgeglichen. Dank einer Besitzstandgarantie für die über 45-Jährigen und der AHV-Erhöhung. Unter dem Strich bleibt eine Reform, die nicht nur Abbau bringt, sondern auch sozialen Fortschritt. 

Gleiches Rentenalter verlangt aber auch Lohngleichheit zuvor. Hier müssen die Betriebe endlich kontrollieren, dass Frauen und Männer gleiche Löhne für gleichwertige Arbeit erhalten. Wer dagegen verstösst, muss gebüsst werden. Und es braucht viel mehr staatliches Engagement in der Kinderbetreuung, damit die Vereinbarkeit von Erwerb und Familie endlich Tatsache wird.

Das Engagement der Gewerkschaften lohnt sich. Gemeinsam können und werden wir die Zukunft gestalten. Sozialer. Gerechter. Ökologischer.

(Dies ist ein Aufruf des Luzerner Gewerkschaftsbundes LGB zum 1. Mai 2017)

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1. Mai-Feier auf dem Kapellplatz

11.00 Uhr: Festwirtschaft

17.00 Uhr: Umzug mir Kurzansprachen

18.00 Uhr: Rede Regula Bühlmann, Zentralsekretärin SGB 

Im Anschluss: Konzerte mit Long Tall Jefferson, Canaille du jour und Friedlich Stiller


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/