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Kolumne der Redaktion

20.03.2017

Velofahrer sollen auch fortan auf dem Quai nicht fahren dürfen

Der Stadtrat lehnt einen Vorstoss von Grossstadtrat Christian Hochstrasser von den Grünen ab, der für Velofahrer den Quai öffnen wollte.


Siehe dazu seine Stellungnahme unter «Dateien».

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In der stadträtlichen Antwort heisst es unter anderem: «Insgesamt sind in den Augen des Stadtrates die Sicherheitsgewinne für Velofahrende nicht markant genug, um die möglichen Nachteile für Fussgängerinnen und Fussgänger in Kauf zu nehmen.»

Genau darum gehts! 

Es trifft sicher zu und ist seit Jahren ein Ärgernis, dass die Haldenstrasse für die Velofahrer eine absolute Zumutung ist. Aber man sollte nicht ein Problem lösen, indem man ein neues schafft. Tatsache ist nämlich, dass sich schon seit Jahren Velofahrer am Quai immer wieder benehmen, dass sich der Teufel graust; am Quai, einem der Markenzeichen dieser Stadt und ihrer grossartigen Lebensqualität.

Die Fraktionen der SP und der JUSO, der Grünen und der Jungen Grünen sowie der Grünliberalen vereinen zusammen 25 der 48 Sitze im Stadtparlament. Sie bilden die sogenannte «Oeko-Allianz», haben also die Macht, den Vorstoss von Christian Hochstrasser trotz dessen Vorbehalten an den Stadtrat zu überweisen.

Genau das aber sollten sie nicht tun. Denn eine Mehrheit der Bevölkerung schätzt den Quai und will ihn auch künftig ohne Velofahrer begehen und geniessen können, die Enkelkinder ohne Angt vor «Velo-Rasern» herumspringen lassen, zu einem Schwatz stehen bleiben, ohne sich vor «Rowdies» ängstigen zu müssen.

Die «Oeko-Allianz», speziell die SP, sollte sich mal mit den älteren unter ihren WählerInnen über dieses Thema aussprechen. Sie werden rasch feststellen, wie SeniorInnen im öffentlichen Raum immer wieder von Velofahrern bedrängt - teils gar bedroht - werden. Siehe dazu unter «In Verbindung stehende Artikel» die zwei Beiträge vom 7. November 2016 über die Herbsttagung 2016 der SP-SeniorInnen.

Fraglos leisten die Velofahrer einen sehr wichtigen Beitrag, um das drängendste Problem in dieser Stadt, nämlich den überquellenden Verkehr, zu zügeln. Und es ist gut zu wissen, dass mit der VCS-Sektion Luzern, der IG Velo und vor allem mit profilierten «Velo-Politikern» eine starke Velo-Lobby am Werk ist. Eine Überweisung des Vorstosses von Christian Hochstrasser aber entwertet den Quai, verärgert dessen BenützerInnen und verstärkt die Polarisierung in der städtischen Verkehrspolitik.

Jetzt sind - einmal mehr - die Kräfte des Ausgleichs, der Vernunft und der Toleranz gefordert, eine Lösung zu finden, die endlich die unzumutbare Lage an der Haldenstrasse entschärft und zugleich zum grossartigen Quai grösste Sorge trägt.

Herbert Fischer, Redaktor lu-wahlen.ch, Nicht-Automobilist, Nicht-Velofahrer, Freund des Sees und des Quais, Luzern 


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/