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Kolumne der Redaktion

30.12.2016

«Vitus hat die Menschen geliebt»: Wie sich Knox Troxler, Xaver Vogel und Beat Fischer an den populären Journalisten erinnern

In seiner heutigen Ausgabe (30. Dezember) würdigt der «Willisauer Bote» Vitus A. Ehrenbolger, der am 23. Dezember unerwartet im Alter von 78 Jahren gestorben ist. Der «Böttu», wie die Zeitung liebevoll genannt wird, gehört unter Branchenkennern zu den am besten gemachten Lokalzeitungen der Deutschschweiz. Das ist auch ein unbestrittenes Verdienst des hochgeachteten und populären Verstorbenen, der für den «WB» während mehrerer Jahrzehnte unermüdlich im Einsatz gestanden hatte.


Vitus A. Ehrenbolger starb am 23. Dezember im Alter von 78 Jahren.

Stefan Calivers, Chefredaktor des Willisauer Boten, würdigt ihn, der für diese Zeitung während Jahrzehnten unterwegs war, in einem Nachruf (siehe unter «Dateien»).

Böttu-Chefredaktor Stefan Calivers schreibt in seinem heutigen Nachruf unter anderem: «Wir schulden unserem lieben Kollegen Vitus Ehrenbolger grossen Dank, Respekt und Anerkennung für sein breites journalistisches Wirken, vor allem aber für seine Freundschaft.»

Siehe unter «Dateien»: der Nachruf.

Weitere Stimmen:

Beat Fischer (Sempach / früher Gettnau): «Vitus Ehrenbolger bleibt mir als herzlicher Mensch in Erinnerung, als beliebter Journalist, der über jede Veranstaltung kompetent berichtete und für jeden Anlass positive Worte fand. Wir werden sein unermüdliches Wirken im Luzerner Hinterland sehr vermissen.» 

Xaver Vogel (Menzberg): «Ich erinnere mich gut an meine erste Begegnung mit Vitus. Es war die Zeit, in der ich als Student neu Korrespondent beim "Willisauer Boten" wurde. Vitus gab sich als Mitarbeiter beim "Willisauer Boten" zu erkennen. Er bot mir uneigennützig den Blick in sein Handwerk an. Er liess mich so teilhaben an einer ihm eigenen Hilfsbereitschaft, die mich beeindruckte.

Sein Überblick im Kartenspiel der Politik hat mich fasziniert und seine persönliche Haltung war mir von Anfang an sehr angetan. Er hat oft über Veranstaltungen geschrieben, bei denen ich irgendwie beteiligt war. So kreuzten sich unsere Wege oft.

Immer mehr sah ich in Vitus ein "Hinterländer Original" mit einem aufgeschlossenen und offenen Geist. Ich liebe Originale. Über die Kirchenmusik durfte ich auch seine Frau Lisbeth kennen und schätzen lernen. Ich bin traurig, dass ich Vitus nicht mehr begegnen darf. Er bleibt mir als  toller Mensch in Erinnerung.»

Niklaus Troxler (Willisau) «Vitus war eine herzliche Persönlichkeit. Er gab sich immer grosse Mühe, sich in Andersdenkende einzufühlen.»

David Koller (Zofingen / Luzern): «Von der Agathafeier über die Gemeindeversammlung zur Viehschau: Vitus war einer jener universell einsetzbaren Lokaljournalisten, wie es heute nur noch ganz wenige gibt. Mit seinem unermüdlichen Einsatz war er uns beim "Willisauer Boten" über Jahre eine grosse Stütze.» (David Koller war von 2006 bis 2015 Redaktor beim Willisauer Boten).

Pirmin Bossart (Luzern / Schötz): «Ich habe Vitus als Journalistenkollegen kennengelernt. Ich schätzte seine gemütliche und liebevolle Art. Er war nicht der gierige Journalist, der sich vordrängte, auf alles immer eine Antwort wusste oder sich möglichst cool und abgebrüht gab. Er war herzlich, aufmerksam. Seine Rezensionen von Dutzenden von Blasmusik-Konzerten haben mich immer fasziniert, oft auch belustigt, aber im freudigen Sinne.

Vitus hat meines Wissens nie etwas kritisiert oder herumgenörgelt, er fand einfach immer alle Darbietungen sehr gut und er hat dem in adjektivischer Opulenz Ausdruck gegeben. Besonders amüsiert haben mich jeweils die  "lang anhaltenden Akklamationen am laufenden Band", mit denen er jeweils das Publikumsverhalten charakterisierte und damit indirekt auch die wieder einmal besonders gute Aufführung dieses oder jenes Konzertes oder Landtheaters.

Heute schreibt niemand mehr so, trotzdem fehlt das irgendwie im Heer der pseudokritischen Besserwisser. Vitus hat einfach die Menschen geliebt und ihr kulturelles Tun geschätzt, und das lässt sich nicht so leicht toppen.»

Herbert Fischer (Luzern): «Vitus war ein Meister seines Fachs, ein Handwerker alter Schule. Ein Mann aus dem Volk. Ein selbständiger Denker auf der Seite der Schwachen und Benachteiligten. Vitus wird fehlen. Der soziale Ausgleich war sein innerstes Anliegen. Das hat ihn zum Massstab gemacht. Und zum Vorbild. Ich bin traurig über seinen Verlust.

Meine Gefühle und Gedanken sind bei seinen Nächsten und Liebsten. Und beim "Böttu", zu dessen herausragenden Qualität er entscheidend beigetragen hat.

Ich habe ein Vorbild verloren.» 

Weitere Voten sind jederzeit willkommen!

Die Trauerfeier findet statt am Samstag, 31. Dezember um 9h in der Pfarrkirche Hergiswil (siehe dazu auch die Todesanzeige unter «Dateien»).

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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/