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Kolumne der Redaktion

23.09.2014

Michael Töngi ist bereits der dritte Krienser Regierungsratskandidat

Wie Paul Winiker (Kriens) von der SVP ist auch der Grüne Michael Töngi (Kriens) als Regierungsrat wählbar. Doch das nützt auch ihm nichts. Dennoch setzen die Grünen mit ihm aufs richtige Pferd. Denn er transportiert ihre Kernbotschaften kompetent und konsequent. Und allein darauf kommts bei der Regierungsratskandidatur dieser Partei an.


Der Unterschied: Paul Winiker und einem SVP-Sitz, welcher dieser Partei fraglos zusteht, steht der Parteilose Marcel Schwerzmann im Weg, Michael Töngi die fehlende politische Macht, die Rot-grün im Kanton Luzern zu einem zweiten Sitz verhilft. Es ist eh schon fraglich genug, ob es der SP gelingt, ihren einzigen Sitz zu halten.  

Michael Töngi weist sich über reiche politische Erfahrungen aus, wie auch die Unterlagen belegen, die gestern Montag (22. September) den Medien bei seiner Vorstellung übergeben worden sind (siehe unter «In Verbindung stehende Artikel»: Grüne wollen Michael Töngi als Regierungsratskandidat nominieren). Und wer ihn kennt, weiss: Töngi ist ein hervorragender Kommunikator; geradlinig und doch nie verbissen wirkend; gebildet, belesen, unverkrampft, witzig, charmant; wie Winiker. 

Mit Michael Töngi präsentieren die Grünen fraglos einen lupenreinen Repräsentanten ihrer Anliegen. Vor allem auch weil sie wissen, dass ihre Chancen auf einen Regierungsratssitz sehr gering, um nicht zu sagen, gleich null sind. Aber darum geht’s ihnen gar nicht. Es geht ihnen darum, einen wirkungsvollen Botschafter ihrer Vorstellungen ins Rennen zu schicken, um so ihre Kandidaturen für den Kantonsrat kräftig zu unterstützen. Und dafür ist Töngi gewiss die richtige Persönlichkeit.

Die Kandidatur Michael Töngi, deren Absegnung durch die Delegiertenversammlung der Grünen am 15. Oktober in Luzern eine Formsache ist, nützt vor allem der Stadtluzerner Kantonsrätin Felicitas Zopfi, die sich ihrerseits am 22. November in Adligenswil den SP-Delegierten als Regierungsrätin empfiehlt. Neben ihr bewirbt sich um die SP-Nomination als Kandidatin nämlich Helene Meyer-Jenni, während zwölf Jahren Krienser Gemeinderätin, wovon acht Jahre Gemeindepräsidentin; also eine sehr ernst zu nehmende Bewerberin.  

Nur: Mit dem heutigen Krienser Gemeindepräsidenten Paul Winiker (SVP) und Regierungsrat Marcel Schwerzmann (parteilos) kandidiert mit dem Grünen Michael Töngi ein dritter Krienser für die Regierung. Würde die SP Helene Meyer-Jenni nominieren, wären es also deren vier. Bereits lästern lockere Lippen, ob nicht vielleicht auch noch die legendäre Gallizunft ihrerseits für die Regierung kandidieren sollte. 

Klar: das ist Zufall. Und nichts gegen Kriens. Aber stünden tatsächlich vier Namen aus Kriens auf den Listen für die Regierungsratswahl, entstünde mit jeder Garantie ein Reflex, zumal in der Stadt. Und diese Konstellation würde zu einem Thema im Wahlkampf, dessen scheinbare Bedeutung nichts mit der politischen Realität zu tun hat. 

Die SP-Delegierten werden sich jedoch am 22. November in Adligenswil auch dieser Frage anzunehmen haben. Und gut überlegen, ob sie es sich leisten können, ohne eine städtische Kandidatur anzutreten. 

Herbert Fischer, Redaktor lu-wahlen.ch – das ganze meinungsspektrum, Luzern 


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/