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Kolumne der Redaktion

13.11.2013

Ex-SVP-Politiker verklagt Internet-Portal lu-wahlen.ch

Erst thematisierte er eine «Kristallnacht für Moscheen». Dann verlor er seine politischen Ämter und musste die SVP verlassen. Doch nun will er sich juristisch reinwaschen: Alexander Müller aus Zürich hat den Luzerner Journalisten Herbert Fischer - Gründer und Redaktor der Internet-Plattform www.lu-wahlen.ch - wegen übler Nachrede, eventuell Verleumdung eingeklagt.


Was ist geschehen?

Am 28. Juni 2012 verlinkte ich auf lu-wahlen.ch eine Meldung, die an jenem Tag auf der Website des «Tagesanzeiger» (tagesanzeiger.ch) zu lesen gewesen war (siehe unter «Links»). Darin wurde berichtet, welche Reaktionen Müller in seinem Tweet mit der «Kristallnacht für Moscheen» ausgelöst hatte. 

Auch andere Medien thematisierten den ungeheuerlichen Vorgang, zumal die unerträgliche Botschaft (eben: «... eine Kristallnacht für Moscheen ...») nicht von irgendeinem geistesgestörten Anonymus, sondern von einem (damaligen) SVP-Politiker stammte.

Mit der Verlinkung des «Tagi»-Beitrages am 28. Juni 2012 ging es lu-wahlen.ch allerdings nicht um die Kolportage des Tweets an sich (der ja medial bereits «Schnee von gestern» war), sondern vielmehr darum aufzuzeigen, welch unglaubliche Explosivkraft solche Äusserungen für ihre Urheber haben können (davon handelte der Beitrag vom 28. Juni 2012 ja auch). Alexander Müller konnte darin ausführlich seine Sicht der Dinge darstellen, was durchaus in seinem Interesse gewesen sein muss, sonst hätte er mit dem «Tagi» nicht darüber gesprochen. 

Erst recht von öffentlichem Interesse - und wiederum: um die Folgen eines derart ungeheuerlichen Tweets für den Urheber aufzuzeigen - war ein Interview, das Tagesanzeiger-Chefredaktor Res Strehle am 31. Januar 2013 mit Alexander Müller veröffentlicht hat und das lu-wahlen.ch am selben Tag wiederum online stellte (siehe unter «Links»). 

Alexander Müller forderte mich in der Folge per E-Mail in aggressivem Ton auf, diesen Beitrag vom Netz zu nehmen, was ich ablehnte. Auch seine Drohung mit einer Strafanzeige, beeindruckte mich nicht, weshalb der Beitrag nach wie vor online ist.

Nun hat Alexander Müller bei der Luzerner Staatsanwaltschaft gegen mich Strafanzeige wegen übler Nachrede, eventuell Verleumdung (StGB-Artikel 173 / 174) eingereicht.

Und damit dafür gesorgt, dass sein Tweet medial erneut ein Thema wird... 

Herbert Fischer, Gründer und Redaktor lu-wahlen.ch - das ganze meinungsspektrum, Luzern 


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Kommentare:
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Philipp Federer aus Luzern

Mittwoch, 13.11.2013, 20:49 · Mail  Website

Lieber Herbert Fischer

Das kann dich nur ehren. Deine Aufklärungsarbeit scheint nicht allen zu passen, macht sie aber umso interessanter, selbst wenn dies nur eine Verlinkung ist.

Philipp Federer, Luzern

 
 
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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/