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Kolumne der Redaktion

04.02.2012

Merkwürdige Unterstützung durch komisches Komitee

Wes Geistes Kind muss eigentlich ein Stadtratskandidat sein, der in einem Komitee auftritt, das seine eigene Wahl unterstützt?


JSVP-Präsident Anian Liebrand aus Beromünster am 10. September 2011 beim Beschmieren der Luzerner Seebrücke. Jetzt mischt sich er sich in die Stadtratswahlen ein. Was wohl die von ihm empfohlenen Stadtratskandidaten dazu meinen?

JSVP-Präsident Anian Liebrand aus Beromünster am 10. September 2011 beim Beschmieren der Luzerner Seebrücke. Jetzt mischt sich er sich in die Stadtratswahlen ein. Was wohl die von ihm empfohlenen Stadtratskandidaten dazu meinen?

Wer’s nicht glaubt, rufe mal www.buergerliche-mehrheit.ch auf. Er wird dort den Namen Rolf Hermetschweiler (63) finden, der bekanntlich am 6. Mai als SVP-Stadtrat kandidiert. Dieses Komitee wirbt weiter für die Wahl von Martin Merki (FDP) und Stefan Roth (CVP) und damit für je einen Sitz dieser Parteien, demnach also für eine bürgerliche Mehrheit. 

Merkwürdig ist nur: Die Komiteemitglieder sind alle ohne Wohnort aufgeführt. Was allerdings nicht besonders verwundert, weil viele von ihnen gar nicht in der Stadt Luzern wohnen. So etwa SVP-Kantonsrat Marcel Omlin (Rothenburg), Hugo Vonlaufen (Ebikon), Reto Aregger (Ebikon) und SVP-Kantonsrat Daniel Keller (Udligenswil).

Auffällig ist auch die Präsenz auswärtiger Jungfreisinniger. Etwa von Carola Etter-Gick (Winterthur), Nadine Felder (Inwil), Brenda Mäder (Thurgau), Giancarlo Weingart (Graubünden). Und erst recht befremden mich hier zwei Namen aus der jungen SVP: Andreas Gasser (Emmen) und der unvermeidliche Anian Liebrand (Beromünster).

Sollte es tatsächlich zu einer CVP-FDP-SVP-Stadtregierung kommen, wird sie hoffentlich verhindern, dass Liebrand erneut die Luzerner Seebrücke mit Kreide verschmiert, wie er dies bereits am 10. September 2011 getan hat und wie mehrere Medien mit Bildern berichteten; ein klassischer Akt von Vandalismus, wogegen die SVP ansonsten so unermüdlich anzukämpfen vorgibt!

Wie würde wohl Anian Liebrand aufschreien, wenn jemand aus der Stadt Ratschläge erteilen würde, wer in Beromünster zu wählen ist?

Und wie würde wohl SVP-Kantonsrat und Autofreak Daniel Keller reagieren, wenn plötzlich ein Komitee aus Stadtluzernern für Udligenswil flächendeckend Tempo 30 fordern würde?

Als Stadtluzerner interessiert mich natürlich ganz besonders die Haltung von Stefan Roth und Martin Merki zu diesem merkwürdigen Komitee. Eigentlich kann ich mir nur vorstellen, dass dies Roth, besonders aber dem integren, grundehrlichen Merki nur peinlich sein kann.

Kann sein, dass sich Roth und Merki ob dieser Unterstützung nur genieren. Es wäre daher hilfreich, wenn sie sich zu diesem Komitee erklären würden. Ich erwarte eine um- und eingehende Stellungnahme dieser Herren.

René Wigger, Luzern


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Über Herbert Fischer:

Herbert Fischer (1951) arbeitet seit 1969 als Journalist und Pressefotograf. Er war unter anderem Redaktor der «LNN», der «Berner Zeitung» und Chefredaktor der «Zuger Presse». Seine Kernthemen sind Medien (Medienwirkung, Medienethik, Medienpolitik), direkte Demokratie, Sicherheitspolitik, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungen. Heute berät und unterstützt er Firmen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit. Fischer war von 1971 bis 1981 Mitglied der SP der Stadt Luzern, seither ist er parteilos. Er ist in Sursee geboren und Bürger von Triengen und Luzern, wo er seit 1953 lebt. Herbert Fischer ist Gründer und Redaktor von lu-wahlen.ch

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Interview von Radio 3fach am 27. August 2012 mit Herbert Fischer:

www.3fach.ch/main-story/lu-wahlen/