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Leserbrief von Matthias Bieri03.03.2012 Sexistischer Wettbewerb im Emmen CenterAm 3. März veranstaltete das Emmen Center die Wahl der «Luzerner Miss Polefitness». Dieses Tanzen an einer Stange ist ein sexistischer Sport und hat in der Öffentlichkeit mindestens eine kritische Auseinandersetzung verdient.Der Fitnesstrend wurde von Daniela Baumann, der Ex-Frau DJ Bobo’s, von den USA in die Schweiz und von den Sexclubs in die Fitnesscenter geholt. Er scheint also unterwegs zu sein, sich seinen Weg in die Akzeptanz der breiten bürgerlichen Gesellschaft zu bahnen. Und doch ist das einseitige Rollenbild der Frau noch immer auffallend. Während es noch immer nur Frauen sind, die sich an den Stangen bewegen, sind es auffälligerweise fast ausschliesslich Männer, denen die Show zu gefallen scheint. Und noch immer sind die Sportlerinnen knappst bekleidet und versuchen, die Zuschauer mit meist hohen Absatzschuhen zu beeindrucken. Es ist die Freiheit jedes Individuums, sich diesem Trend zu widmen – oder nicht. Diese Freiheit wird jedoch genommen, wenn der Event im öffentlichen Raum stattfindet. Das Emmen Center nimmt seine Verantwortung im öffentlichen Raum nicht wahr, wenn es das einseitige Rollenbild von Mann und Frau seinen Besucherinnen und Besuchern auf die Augen drückt. Matthias Bieri, Luzern
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